Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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machen, hatte nun auch die Stirne, zu Baraguay d'Hilliers nachMeran zu gehe», sich Pässe nach Oesterreich geben zu lassen undsich zu WaraSdin den ausgewanderten Tirolern anzuschließen.

Die Bedenkzeit, die dargebotenen Sauvcgarden anzunehmen,war verstrichen, allein binnen dieser Zeit war auch AndreasHofcr verschwunden. Sein Gemüth war der Tummelplatz derwidcrstrcitendsten Empfindungen. Noch immer hoffte er auf er-neuerte Feindseligkeiten; die letzten so umständlichen, so zuver-sichtlichen Lügen des elenden v. Kolb gingen ihm nimmermehrauö dem Kopfe. Auf der andern Seite wohnte in ihm, alspotenzirtes geistiges und körperliches Gefühl, die dem Gebirgs-bewohner angeborne Liebe und Sehnsucht zur heimathlichen Erde;dann schien er vom Schicksal ergriffen: er sollte das Ende seinesWirkens nicht überleben. DaS in den letzten zwecklosen Feind-seligkeiten vergossene Blut erfüllte ihn mit dunkler Sehnsuchtnach der Erde. Des Sandwirths plötzliches Verschwinden wardnun der Gegenstand der widersprechendsten Erzählungen, Ver-muthungen , Gerüchte und Aussagen. Die Meisten waren desGlaubens, er habe sich nach Oesterreich geflüchtet, und es wolltenbald nachher einige ihn in Wien, andere in Ungarn gesehenhaben. Die wenigsten glaubten, er sey noch in Tirol verborgen,und doch war dieses der Fall. Er flüchtete auf das Gebirge,in eine einsame, hoch in der Schneewelt gelegene Alpenhütte,genannt die Kcllerlahn.

Länger als in irgend einem Theile dauerten die unseligenIrrungen und Kämpfe um Briren. Am 25. Nov. unterbrachder fanatische Kolb alle Communikation zwischen Briren undBotzen, und bedrohte die ganze Gegend. Der bayr. Oberlieute-nant, Leonard von Hohenhauscn, im 10. Negimente, Adsunct indem Generalstabe, der von dem comniandireiiden Generale GrafenDrouet von Erlon, am 24. Nov. mit 2 Depeschen abgeschicktwurde, von welchen die eine an den Vicekönig von Italien, dieandere an General Baraguay d'Hilliers bestimmt war, wurdebei Clausen von den Bauern gefangen, als er unerwartet aufsie gestoßen und zu entrinnen suchte. Hohenhauscn hatte noch dieBesinnung, die Depeschen unvermerkt aus dem Ueberrocke zuziehen und schnell in die wollene Wagcndecke zu verwickeln. Erstspät gelang es der Nachsuchung eines Berauschten, dieselben nochzufällig zu entdecken. Mit einem Bajonettstiche sollte der Offizier