Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
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Die Franzosen begannen nun die Räumung der österreich.Staaten nach dem stipulirten Termine. Die wichtigsten Befe-stigungSwerke von Wien, von Brunn» von Klagenfurt, Raabund Grätz wurden von ihnen gesprengt. In Klagenfurt geschahdieses so ungeschickt» oder mit so wenig Vorsicht» daß dabei meh-rere Personen verwundet oder gelobtet wurden. Am 20. Nov.übergab der bisherige stanz. Gouverneur von Wien die Schlüsseldieser Stadt dem öfter. Feldmarschalllieutenant Devaur und zogmit dem Marschall Davoust» dem Stadtkommandanten Denzel,dem Intendanten Daru und den letzten stanzös. Truppen ausWien ab. Bald befand sich kein bewaffneter stanz. Krieger aufOesterreichs Grund und Boden mehr. Napoleons Truppen gin-gen ihren neuen Bestimmungen entgegen. Die Truppen desRheinbundes aber in ihre Friedensstandquartiere.

Auch die öfter. Armee zog in die Friedensstationen. Derbisherige Kommandirende derselben, Fürst Johann Lichtenstein,beurlaubte sich in einer patriotischen, herzerhebenden Proklama-tion <!. ll. Preßburg» den 13. December 1809 von derselben, derer in so vielen Tagen des Unglücks und des Glückes jederzeitein ruhmgekröntes Beispiel war. So wie bei dem Beginne desKrieges erhielten nun die Armeen und Landwehre nach Beendigungdes Kampfes auch Proclamationen von ihrem Kaiser und Feldherrn.

Am 26. November besetzten die öfter. Truppen wieder dieHauptstadt ihres Reiches.

Das Bürgermilitär von Wien, welches in den eben ver-flossenen drangvollen Zeiten jede Pflicht einer ohne Rast undUnterlaß angestrengten Besatzung einer schwer bedrängten Festungunerschrocken und unverdrossen erprobt hatte, zog der neuen Gar-nison bis zur St. Marrer Linie entgegen. Der Feldmarschall-lieutenant Fürst Moritz Lichtenstein führte das Truppencorps,unter ihm Generalmajor Prinz Hessenhomburg. Es waren dasRegiment Hohenzollern-Chevaurlegers, die Infanterieregimente!Sztarray und Hitler, und das 1. Bataillon der Wiener Land-wehre des Handelstandes. Unter ungeheurem Zulaufe und ge-rührten Zurufungen zogen die Braven, von dem Bürgermilitärfreudig begleitet, von dem Magistrate beschenkt, den, in so vielengroßen Gelegenheiten und einst auch von dem Befreier, demPolen Johann Sobieöky gewählten Zug, von der Wollzeilenach St. Stephan, und dann über den Graben und Kohlmarkt,

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