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stellten sich auf dem nicht minder klassischen Boden zwischen demBurg- und Schotten-Thor auf und nahmen ihre Quartiere inden Vorstädten.
Am 27. Nov. Nachmittags 2 Uhr ließ der Hof-Commissär,Graf Nudolph Wrbna, den Wienern verkündigen: „Da derUnterzeichnete so eben durch einen Courier die für das Herzeines jeden treuen Unterthans höchst erfreuliche Nachricht erhält,daß Seine Majestät, unser allgeliebter LandeSvater, heute Nach-mittags in unsere Mitte zurückkehren, so säume ich nicht, demPublikum dieses beglückende Ereigniß vorläufig bekannt zu machen."Freudig und schnell füllten sich die Gassen, und Tausende eiltenüber die Landstraße entgegen. Um 4 Uhr erschien der Monarch ineiner einfachen Kalesche, in der Uniform seines Husarenregiments,ohne Hofstaat, ohne kriegerische Begleitung. — Diesen Zug vomStubenthyr, wo Bürgermeister und Rath dem wiedergeschenktenHerrn in unendlicher Bewegung huldigten, bis hin nach derBurg zu beschreiben, ohne in Verdacht der Schmeichelei zu fallen,ist schwer. — Bei dem Aussteigen auf dem Burgplatze überstiegder Jubel alle Grenzen; Kaiser Franz wurde in dem eigent-lichen Sinne auf den Händen der Liebe in seine Gemächer ge-tragen, und alle schweren Wunden schienen urplötzlich geheiltund vergessen. Die Nacht brach ein, und binnen einer Stundewaren, ohne Veranlassung, ohne Befehl oder Abrede, die ganzeStadt und selbst die fernsten Vorstädte festlich erleuchtet. Franzfuhr, ohne andere Begleitung als einer Corporalschaft der Bür-gerreiterei unter dem braven Oberlieutenant Schöffmann, durchdie huldigende Stadt.
Die Kaiserin war nicht gleich mit gekommen, da ihre wan-kende Gesundheit ihren Aufenthalt in Ofen verlängerte, alleinendlich kam auch sie, die geliebte Landesmutter in Wien an, wosich die ganze kaiserliche Familie vereinigte, indem am 21. Dec.auch der Erzherzog Carl, mit ihm der Herzog Albert von Sachsen-Teschen, der unveränderliche und väterliche Freund und Bewun-derer seiner militärischen und bürgerlichen Tugend, wieder nachWien zurückkehrte.
Das feierliche Hochamt und Do veum für den wiedergege-bcnen Kaiser und Frieden, wurde zu Wien am 29- Novemberin St. Stephan abgehalten, wohin sich Franz zu Pferde begab.Abends wurden Stadt und Vorstädte abermals beleuchtet.
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