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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Einleitung.

sen väterlichen Bemühungen vergangen sind, auf eine glän-zende Weise durch die gänzlich wiederhergestellte Ruhe inFrankreich, durch neues Aufblühen des Wohlstandes und durchden Beifall Europas belohnt. Auf diese Weise hat sich dasWort eines berühmten Engländers bewahrt, der im Jahre1818 im Parlament ausrief: „ich glaube hinlänglich Grundzu haben, den König Ludwig als ein Werkzeug in der Handdes Allmächtigen zur Wiederherstellung der Ruhe und desFriedens in Europa zu betrachten." Ohnmächtige Versuche,diese Ruhe wieder zu untergraben, sielen nach der zweitenRückkehr des Königs immer schnell wieder in ihr Nichts zurück,so sehr auch die Königsseinde in und außerhalb Frankreichbemüht waren, die Gefahren lebhaft zu schildern, welche nachihrer Meinung den legitimen Beherrscher bedrohten. Selbstder Mord, an einem der Agnaten des Throns verübt, wardie That eines einzelnen Bösewichts, ohne daß selbst die strengsteUntersuchung im Stande gewesen ist, Combinationen aufzu-finden, und der Kopf des gemeinen Meuchelmörders fiel, ohnedaß dieses Verbrechen einen andern Einfluß hatte, als denAbscheu jedes rechtlichen Franzosen hervorzubringen. DerHerzog von Berry wußte mit Heldenmuth zu sterben, erschied, wie der Held der Vendve, der edle Bonchampsaus dem Leben, die letzten Augenblicke dazu verwendend, seinenMörder der Gnade der Richter zu empfehlen. Der Meuchel-mörder hatte seine verruchte That in den Mantel der Politikeingehüllt, wie Element und Ravaillac, die Mörder der bei-den Heinrichs, in den der Religion. Das Unternehmendes Generals Verton, der in größter Schnelle Frankreichzu insurgiren gedachte, endete eben so schnell durch die Ent-schlossenheit und physischen Kräfte eines robusten Gensd'arme-Brigadiers. Nach der Stimme seiner eigenen Landsleute ge-hörte sein Unternehmen eben so gut vor das Tribunal desGesundheitsraths zu Bicsitre als vor einen Gerichtshof. Alsder Tod des ehemals so gefürchteten Bewohners von St-Helena eintrat, hatte dieses Ereigniß in Beziehung auf dieRuhe Frankreichs, noch ehe es sich zutrug, seinen Eiufluß verlo-