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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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32
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32 Erste Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

sonderbaren Zusammenstellungen hatte man ihn zur Erde be-stattet, wahrend ihn der Convent der Ehre des Pantheonswürdig hielt. Dieser General soll ein schwerfälliger feisterMann gewesen seyn, aber von einer Tapferkeit die jede Probeaushielt; sein Muth schien auf einen seiner Söhne übergetra-gen zu seyn, der nach vielen davon abgelegten Beweisen undgeachtet von seinen Kameraden, 1802 als Generaladjutant inSt. Domingo getödtet wurde. Als nach dem utrcchter Frie-den die Niederlande an Oesterreich abgetreten wurden, machtesich Holland, welches den mächtigen Bollwerken Frankreichsauf dieser Gränze ein Gegengewicht aufzustellen für rathsamfand, die Besetzung einer Reihe niederländischer Platze zurBedingung. Karl VI gab seine Zustimmung, und auf dieseWeise kam unter der Vermittelung Englands, der zu Ant-werpen abgeschlossene bekannte Barrierentractat zu Stande.Kaiser Joseph kündigte aber den Holländern dieses Abkommenauf (7. Nov. 1781), und nöthigte sie ihre Truppen aus denBarriereplatzen zu ziehen. Die' gänzliche Räumung abererfolgte erst im Januar 1783. Es entspann sich bald daraufzwischen den daher interessirten Staaten der bekannte Schclde-Streit. Bei der Beilegung des letztem, welche unter Ver-mittelung Frankreichs zu Fontainebleau zu Stande kam(8. Nov. 1785), vergaß man gänzlich, die erstere Angele-genheit zu erwähnen. Frankreich hatte sich zu Gunsten Hol-lands in diesen Streit gemischt und dieser Republik einen sei-ner besten Heerführer gesendet, welcher den Oberbefehl über dieholländischen Truppen übernehmen sollte. Es war der GrafMaillebois. Eine von ihm errichtete Legion, mit welcher er diePartei der Demokraten ergriff, führte seinen Namen. Noch vordem Ausbruch der Revolution nach Frankreich zurückgekehrt,wurde er im Laufe derselben von einem seiner Domestiken,Namens Masson, den er mit Wohlthaten überhäuft hatte, beider Nationalversammlung angeklagt, mit Noth entrann erder Guillotine durch die Flucht nach Mastricht, wo er balddarauf an einem bösartigen Nervensieber starb. —

Doornick oder Tournay, nur drei Stunden von der