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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Die Gränzen Frankreichs.

zu beschweren habe, und nun wurde er wieder eifriger Pa-triot. Doch auch ihn erreichte, trotz dieser Geschmeidigkeit dasBeil der Guillotine; er bestieg 1794 das Schaffst, ohne daßsein Tod irgend eine Partei zum Mitleid aufgefordert hätte.

Ein anderes Mitglied dieser Familie hatte sich als ein guterAnführer leichter Truppen wahrend der Revolution bekanntgemacht, und schon mit Wunden bedeckt, folgte er Bonapar-ten nach Egypten; die Schlacht an den Pyramiden verschafftechm den Rang eines Bvigadegenerals, und die von Abukir,m welcher er wieder seine Talente bei dem zweckmäßigen Ge-brauch der leichten Infanterie beurkundete, den eines Divisions-generals. Sein Freund, der General Mcnou hatte ihm ebenkwe wichtige Expedition anvertraut, als er an der Spitze sei-^kr Truppen die sechste Wunde erhielt, die ihn nöthigte nachFrankreich zurückzukehren, hier traf er bald darauf mit demspater so berühmt gewordenen General Rcgnier zusammen,

Und einen durch frühere Dienstverhältnisse in Egypten her-beigeführten Zwist endeten diese beiden Generale durch einen3weikampf im Bvis de Boulogne, in welchem Graf d'Estaingaus der Stelle getödtet wurde. Die damalige Regierung legteöffentlich ihr Bedauern über den Verlust eines so ausgezeich-neten Heerführers an den Tag und bewilligte der Wittwe ei-ne ansehnliche Pension.

Südlich von Valenciennes breitet sich die Ebene vonFamars aus. Prinz Koburg vertrieb am 23. Mai 1793die Franzosen aus dieser Stellung, deren Feldherr Dampierrebei dieser Gelegenheit getödtet wurde. Er war Dumour'iezim Oberbefehl gefolgt und hatte am 1. Mai die Verbündetenbei Quievram angegriffen; von diesen aber geschlagen, war «rauf die Vertheidigung des Lagers von Famars beschränkt wor-den. Bei dem Angriff auf dasselbe riß ihm eine Kanonenku-, gel den rechten Schenkel ab. Am 9. Mai fanden die Ver-bündeten sein Grab; er war von seinen Truppen auf eine achteSansculotten-Weise beerdigt worden. Auf dem Kopfe einewthe Jakobinermütze, in der rechten Hand den Commandostab,und unter dem linken Arm das abgeschossene Bein. Mit diesen