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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Die Gränzen Frankreichs.

des wird in den meisten Gegenden des südlichen und östlichenTheils der Provinz mit 1000 Franken bezahlt. Zn noch hö-herm Preise steht dasWiesenland, dessen Kultur man sich vor-züglich angelegen seyn laßt, indem die Viehzucht eine reicheQuelle der Erhaltung und des Wohlstandes der Einwohnerist. Der Bezirk von Lille und Cambray verkauft allein jähr-lich für 200,000 Franken Mastvieh, Kälber, Butter und Käsenach Paris. Das Rindvieh ist von einem halb holländisch,halb schweizerischen Schlage; die Pferde sind groß und stark,für die schwere Cavallerie geeignet. Doch sind sie dabei we-nig ausdauernd, mehr für die Arbeit als auf Reisen brauch-bar; mit Ausnahme jener, welche man in dem nördlichenTheile erziehet, und die sich theilweise der flanderischen Ra^eder Kurztraber nähern.

Die Festungen in diesem Departement, und ihreVerbindungen.

Die hiesigen Straßen verdienen eine besondere Aufmerk-samkeit. Sie sind den Armeen von großem Nutzen und wer-den im besten Zustande erhalten. Die Aufsicht über dieselbenist jetzt einem Ingenieur en Chef, (Hr. Cordier zu Lille) an-vertraut. Der Boden hat die Eigenheit, daß er in der bes-sern Jahreszeit hart ist, im Winter und Frühling aber ver-setzt ihn der Schnee und Regen in einen morastigen Zustand.Dieß veranlaßte schon Ludwig XIV, eine große Anzahl Stein-Chausseen anzulegen.

Die Hecken und Gräben erschweren den Gebrauch derReiterei und selbst die geschlossenen Angriffe der Infanteriehaben wenig Erfolg. Doch gilt diese Behauptung mehr demnördlichen und östlichen Theile, im westlichen und südlichenTheil dieser Provinz sind die Ebenen des Cambresis, die Um-gegend von Landrecy und Baisieux zu offensiven Operationenvollkommen geeignet, obgleich sich im Süden gegen die De-partementsgränze bedeutende Wälder ausdehnen. Der nörd-lichste Punkt des Departements, die wichtige Seestadt undFestung vom dritten Rang, Dünkirchen, ist seit Jahrhun-derten der Gegenstand des Zwistes und der Eifersucht Frank-