71
Die Gränzen Frankreichs.
noch heute unter den disponiblen Marechaux de camp befindetund 1813 am Tage vor der Schlacht von Culm in die Ge-fangenschaft eines preußischen Füselierbataillons gcrieth. Zwi-schen Bitsch und Metz auf einem Landgute wurde der bekannteCavallericgeneral Lassale geboren, welcher 1809 in der Schlachtvon Eslingen einen ehrenvollen Tod fand.
2. Die Gränzen gegen den Rhcinkreis desKönigreichs Barern, gegen das Großher-..zogthum Baden und gegen die Schweiz.
Die verbündeten Monarchen hatten im Geist gewohnterMäßigung und aus Achtung für den Fürsten, den sie auf denThron seiner Vater zurückführten, nach den einmal festgesetz-ten Abtretungen eine für Frankreich in jeder Hinsicht sehr vor-theilhastc Abrundung der Gränzen bestimmt, so blieb auch aufdiesem Theile derselben die einspringende Ecke der Krone Frank-reich; es betraf denjenigen Landstrich, welcher auf dem rechtenUfer des Queich liegt mit der ursprünglich deutschen, aber durchden Frieden von Münster an Frankreich gefallenen FestungLandau. Nach dem zweiten pariser Frieden fiel die Abrundungeben so günstig für die deutsche Seite aus, wie sie es in demersten für Frankreich gewesen war. Die zu dem Arrondifse-ment von Wcifsenburg gehörigen Cantone Landau, Bergza-bern und Kandel und verschiedene Theile der Eantone, Dahn,Weiffenburg und Lautcrburg gingen für Frankreich verloren,und die deutsche Gränze wurde auf diese Weise bis an dieLauter vorgeschoben (die dem Theil des Wasgaugebirgcs ent-springt, welcher sich an der Gränze des Mvseldepartements unddes Rhcinkreiscs hinzieht, dann an den verfallenen weistenbur-ger Linien hinabstromt, und bei Lautcrburg dem Rhein ihrenTribut bringt). Von hier an beginnt dieser letztere mächtigeStrom, das gleiche Eigenthum des Nordens und Südens,die politische Gränze zwischen Frankreich, dem Grvßherzog-