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Die Gränzen Frankreichs.
neue Stadt ohnwcit des großen Fuhrtcs nahe an der Land-straße und nannten sie Strata, in der Geschichte der fränki-schen Könige wird Strataburg schon wieder als eine ganz an-sehnliche Stadt erwähnt. Was die Befestigungen betrifft, sosind die großen Ringmauern in den Jahren 1374 — 1378entstanden; eine alte Chronik der Stadt, welche 1546 ge-schrieben worden ist, erwähnt dreier großen Basteien. Dasbeste aber hat auch hier der große Fortisicationskünstler Bau-ban gethan. Die Jnondationsanstalten wurden später hinzu-gefügt, indem 1745 die große Schleuste an der Stadt ange-legt und der Kanal gezogen wurde, seitdem kann die Umge-gend zwischen dem Rhein und der Jll unter Wasser gesetztwerden. Die zweite Mauer Hausse draze) ist noch einWerk Vaubans. Bor der französischen Besitznahme befandsich ein großes Znvalidenhaus hier, Strasburg ist seit seinerregelmäßigen Befestigung nicht förmlich belagert, vielwenigererobert worden. 1814 war der Marschall Victor zwar mitdem Auftrage, von hier aus die Vertheidigung des Öberrheinszu leiten, in dieser Stadt zurück geblieben, allein das Vor-rücken der Verbündeten durch die Schweiz nöthigte ihn sehrbald mit seinem Corps über Cvlmar an die Maas zurück zugehen, und Strasburg blieb mit einer geringen Garnison un-ter dem Divisionsgencral Broussier seiner eigenen Vertheidi-gung überlassen. Dieser ausgezeichnete General starb nocham Ende desselben Jahres, an den Folgen der beim Rückzügeaus Rußland erlittenen Drangsale und nahm in jeder Hinsichtdie Achtung seiner Umgebung mit ins Grab*). Die Verbünde-ten hatten die Leitung der Blocade zuerst dem Corps des Gra-st» Wittgcnstcin anvertraut, als aber die Vereinigung dessel-ben mit dem Hauptheer und die Anwesenheit seines ausge-zeichneten Heerführers auf dem Kampfplätze wünschenswerthwurde, überließ man einer russischen Division unter demFürsten Schackowsky diese Bestimmung, und auch diese wurdespater durch badcnsche Truppen unter dem Grafen Hochberg
*) Siehe den Nekrolog von 1814.