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Die Gränzen Frankreichs.
durch seine Feuerschlünde beherrscht. ES ist von unregelmäßi-ger Form und von einer hohen Mauer umgeben. Rechts vonder Jsöre gedeckt und links von uncrsteiglichcn Felsen umge-ben, hat die Natur hier die Anlegung eines Gränzbollwerksauf eine außerordentliche Weise begünstigt. Unter seinen Wal-ken ist der Eingang in das Thal Graisivcmdan. Dieses Thalwurde einst von den burgundischcn Königen den Bischöfenvon Grcnoble geschenkt, es macht den größten Theil des De-partements der Jstre aus und die Hauptstadt Grenoblegehört selbst zu der Landschaft, welcher dieses Thal den Na-men gegeben hat. Sie ist in den neuern Zeiten durch die andiesen Gränzen vorgefallenen Veränderungen zu einer FestungVvm dritten Range umgeschaffen worden; während unter Na-poleons Regierung ihre Werke verfallen und ohne Bedeutungwaren, so daß sie 1815 obgleich mit sechzig Stück Geschützarmirt, nachdem ihre Vdrstädte mit dem Bajonnet genommenwaren, ohne Widerstand zu leisten, in die Hände der Oester-reichs siel. Jetzt sind die sieben Bastionen, welche sie umge-ben, so wie die Citadelle vollkommen hergestellt und in gutenVertheidigungszustand gesetzt, das alte Schloß aber, welchesdie Bastille genannt wurde, und auf der Nordscite der Stadterbaut war, liegt in Trümmern. Die siebente Militairdi-vision, deren Commandant der Generallieutnant Gudin ist,hat ihr Stabsquartier hier und das ein und zwanzigste Linien-regiment macht die Garnison dieser Festung aus. Das Arse-nal welches bedeutend ist, befindet sich in der Citadelle undsteht unter der Aufsicht des Obersten Chantron. Die Stadtselbst wird durch die Jsöre in zwei Theile getheilt, welchedurch eine steinerne und eine hölzerne Brücke in Verbindungstehen. Man zählt hier 2400 Gebäude, unter denen die Pa-läste des Bischofs und der der Justiz die merkwürdigstensind. Nach der Zählung vom Jahr 1821 befinden sich 20,662Einwohner in Grcnoble. Bayard, der Ritter ohne FurchtUnd Tadel, wurde in dieser Stadt geboren, auch gab sie Frank-wich zwei Kriegsminister, den Grafen Latour - Dupin - Gou-vernet und Herrn Scrvan. Der erstere wurde 1728 hier ge-