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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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92
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02 Erste Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

boren und starb 1704 unter der Guillotine, und der zweiteentrann derselben nur durch einen glücklichen Zufall, indem erwahrend der Schrcckcnszeit in dem Gefängniß der Abteivergessen wurde. Die Entfernung von hier nach Parisbetragt 113 alte Lieues, oder 568 Kilom. Einige Stun-den südlich von Grenoble beginnt das düstre Thal der Ro-manche, an seinem Eingänge ist der durch die 1587 hier ge-lieferte Schlacht, bekannte Markflecken Vizille. Nördlich vonGrenoble drei Lieues entfernt, liegt nahe an der Landesgranzedie berühmte große Karthause; umgeben von Gebirgen undschauerlichen Felsen, gelangt man nur durch zwei unwegsamePasse zu derselben, das 600 Fuß lange weitlauftige Gebäudeenthalt 80 Zellen und ist mit einer hohen Mauer umgeben.Dieses Kloster, von dem heiligen Bruno 1086 gestiftet, wardas Haupt aller übrigen Karthauscrkloster und merkwürdigist der Umstand, daß blos die deutschen Prioren das Rechthatten in das Innere des Klosterhofcs zu reiten, wahrendalle übrigen Fremden ohne Unterschied des Standes an derPforte desselben absteigen mußten, man schreibt dieses Vor-recht den Verdiensten zu, welche sich die deutschen Prioren beider Beilegung der Papstspaltung erwarben. Durch das Ge-nävre - Gebirge (der nördliche Theil der dauphilwcr Alpen)wird das Departement der Jssre von dem der Obern-Alpengetrennt, durch den Paß von La Grave en Oysans, welcherdurch diese Gebirge führt, steht Grenoble mit Briarwon inVerbindung. Die Straße führt von Grenoble in das Thalder Nomanche, und über Bourg d'Oysans, durch obenge-nannten Paß nach dem Dorfe Moncsticr, welches am Aus-gang eines der traurigsten Alpenthalcr liegt, und nur zweiLieues von Briancon entfernt ist. Diese Stadt ist schonseit langer Zeit befestigt und gehört jetzt in die dritte Klasseder Waffenplatze. Sie liegt an felsigen Höhen am linkenUfer der Durance, seit 1720 ist die Stadt mit fünf Bastivns,mehreren halben Monden und sieben verschiedenen Außcnwcr-ken umgeben, die zerstreut auf den umliegenden Höhen ange-bracht sind und unter denen das Fort Dauphin, der stark bc-