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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Die Gränzen Frankreichs.

Jahreszeit sehr wenig zu rechnen, und. die Saumthiere ersetzenes nicht ganz. In dem ersten Feldzuge der Revolution aufdiesen Gränzen geführt, verlor das Fuhrwesen binnen vierWochen von fünftausend Pferden dreitausend. Das naheDepartement von Gers ist eine der Weitzenkammern Frank-reichs, es lieferte in den Jahren von 1793 bis 1795 zweimal-hunderttausend Centner Wei'tzen. Was die Fourage anbe-trifft, so wird der Ertrag der französischen Seite der West-phrenäen auf fünf und dreißigtausend Centner Stroh, undcinmalhundcrttausend Scheffel Hafer angeschlagen. MitSchlachtvieh ist auf beiden Seiten leicht die beträchtlichsteArmee zu versorgen, es ist nicht allein in der Nähe ein Ue-derfluß vorhanden, sondern auch auf eine leichte Weise ausentfernteren Provinzen zu erhalten; als Beweis dafür giltdie Erfahrung: daß während eines dreijährigen Kampfes, indiesen Gegenden, theils dem Bedarfe des Heeres gemäß,theils aus Willkür gewissenloser Agenten, achtzigtausend StückSchlachtvieh consumirt oder reqm'rirt wurden, dennoch bliebendie Märkte im Ueberfluß versehen, und die heimliche Ausfuhr"ach Spanien wurde von den Schleichhändlern nach wie vorbetrieben; auch sind als Aushülfe die gesalzenen FleischsortenZuzuführen, welche die bedeutendsten Ausfuhrartikel dieserProvinzen sind. Salz liefern auf französischer Seite die Gru-ben von Sallies (Arondissement Orthez) und auf spanischerSeite die zu Salinas (in Guispuscoa). Die letztere liefertEhrlich zwanzigtausend Centner, die französischen gewinnenaus zwei Quellen jährlich fünfzig bis sechzigtausend Centner.Die Branntweine, besonders die französischen Branntweine,^ud in großen Vorräthen an den Gränzen vorhanden, dertktzte französische Gränzflccken Andaye treibt bedeutenden Han-sel damit. Eben so wenig ist Mangel an Feuerung auf denGänzen, die starken Waldungen bieten sie hinlänglich dar,^u Umstand, der um so wichtiger hervortritt, je mehr dieBeschaffenheit der Wege das Heranziehen der Truppen un-s'cher macht, und daher von Cantonncments wenig die Rede^dn kann. Die vielen Bergwerke, Gießereien und Waffen-

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