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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Erste Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

corps vor den Festungen St. Sebastian, Bilbao und Pam-pelona und eines andern, welches sich des Gebietes des mitt-lern Ebro versichert, wird das Hauptobject auf der feindli-chen Vertheidigungslinie zur eigenen Basis umgeschaffen, unddie grüßten Hindernisse find überwunden, welche Kunst undNatur in den Weg legte, zur Hauptstadt des Königreichszu gelangen. Der Erfolg dieser Unternehmungen hat stetsvon der langem und kürzern Zeit abgehangen, in welcherdiese Hindernisse beseitiget wurden. Die Römer errangennur theilweise den Besitz jener Landstriche, welche das can-tabriscke Gebirge durchzieht. Die Mauren verwendeten ver-gebens Jahre auf diese Eroberungen, ohne daß sie vermögendwaren, sich zu behaupten. Franz I als Herzog von Valois,bezahlte sie 1512 mit dem größten Theil seines Heeres, und1794 rettete nur ein schneller Rückzug am 9. Frimaire dievorgedrungene republikanische Armee. In unsern Lagen über-ließ der Herzog von Angouleme die Behauptung dieser Pro-vinzen dem Fürsten Hohculohe, und wahrend der MarschallMoncey das unruhige Catalonien beschäftigte, versicherte mansich durch die Divisionen Molitor und Curial des Ebroge-biets; kaum im Besitz desselben, wurden gleich abgeschossenenPfeilen, von Burgos und Madrid aus Armeccorps nach allenRichtungen des Reichs entsendet, und indem der Prinz diealte Ordnung der Dinge in den Centralpunkt des König-reichs zurückführte, bemeisterten sich seine Armeecorps allerHauptpunkte der Halbinsel. Was die Erhaltung einer Armeein den Provinzen der Westpyrenaen anbetrifft, so ist sie mitSchwierigkeiten verbunden; auf französischer Seite erndtet dasDepartement der Niedern-Pyrenäen, den eigenen Brotbedarf,die übrigen Landstriche gewinnen kaum den Unterhalt auf dieHalste des Jahres, und die ausgedehnten waldigen Gebirgs-züge verzehren die Hülfsmittel der fruchtbaren Ebene. Aufdie Zufuhr zur See ist erst nach dem erlangten Besitz vonLos Passages und St. Sebastian ganz zu bauen, indem Ba-yonnc ein unsicherer, und St. Jean de Luz ein zu unbedeu-tender Hafen ist. Auf das Fuhrwesen ist in der schlechten