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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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112
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112 Erste Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

früher als der Kampf der Leidenschaften in bürgerlichen Un-ruhen in Frankreich ausbrach, hatte der Handel des hiesigenPlatzes dadurch, daß Spanien den Städten Bilbao und St.Sebastian volle Handelsfreiheit gestattete, einen großen Stoßerhalten. Viele reiche Handelshäuser hatte diese Begünstigungdorthin gelockt, die französische Regierung suchte das Gleich-gewicht wieder einigermaßen dadurch herzustellen, daß sie 1784Bayonne und St. Jean de Luz ebenfalls als Freihäfen er-klärte. Man schreibt den Einwohnern von Bayonne das Ver-dienst zu, ihre Landsleute auf den Wallsifchfang aufmerksamgemacht zu haben, sie schickten 1625 zu diesem Behuf die er-sten Schiffe nach Island; der erste Versuch dieser Art, solldie Grundlage zum Glück und zur Wohlhabenheit eines hie-sigen Handlungshauses gemacht haben, dessen Vorfahr.PierreDavant sein Schiff zuerst gegen den Nordpol sendete. Derbedeutendste Ausfuhrartikel ist der Wein, von der.weißen Sortewerden im Durchschnitt 30 bis 35,000 Oxhofr jährlich aus-geführt, den Jurangonblanc schätzt man als das vorzüglichsteGewächs. Harzsorten, föhrene Dielen, Kork und gesalzeneFleischsortcn (die Schinken von Bayonne) machen ebenfallseinen bedeutenden Zweig der Ausfuhr aus, sonst gingen alsSpeditonsarti'kel viel schlesische Leinwand und Lafelzcug, auchrussisches Segeltuch über diesen Platz, und aus Spanien er-hält der Westen Frankreichs über Bayonne, Wolle, Del,Safran, Seifen, Süßholz, Lakriziensaft, Indigo und Färbe-holz. Die Regierungen von Dänemark, Hannover, Spanien,die Niederlande, Portugal, Preußen und die freie StadtHamburg, haben Consule auf hiesigem Platz. Die Bauartder Stadt erinnert an ihre nahe Verwandtschaft mit Navarra,der spanische Geschmack ist überall vorherrschend, Balcons undVorhallen zeugen davon, die Straßen sind breit und gut ge-pflastert und es sind mehrere größere Plätze vorhanden, vondenen aber keiner ein regelmäßiges Viereck bildet; der lebhaf-teste dieser Plätze ist der, welcher während der Revolution,den Namen Plaae de la libertö erhalten hatte, von ihm ge-langt man durch ein hohes Bogenthor auf die schattigen Ter-