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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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116
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1l6 Erste Abtheilung. Zwciter Abschnitt.

Laufbahn im drei und zwanzigsten Linieuregiment begonnenund wurde 1805 Commandant desselben. 1807 erwarben ihmdie in der Schlacht bei Eylau geleisteten Dienste den Rangeines Brigadcgenerals, und am 27. October 1808 wurde erzu einem der Commandanten der Ehrenlegion ernannt. 1809finden wir ihn in Italien und am 17. Mai desselben Jahresnannten ihn die Armeebcrichte mit großer Auszeichnung beiGelegenheit der Gefechte in den Engpässen von Malborghetto.1811 nach Spanien gesendet, brachte er dem bekannten Minain Obernavarra eine blutige Niederlage bei. Nach den Vorfallenan der Nivelle blieb er in Bayonne zurück, und 1815 sahenwir ihn an der Spitze einer Division am Oberrhein, wo erunter Le Courbe sich mit dem Grafen Collorcdo Mannsfeld her-umschlug. Bis zum 14. April war nichts von Bedeutung vorBayonne vorgefallen, an diesem Tage aber, wo in Paris schondie weißen Fahnen wehten und die Bourbons bereits den Thronihrer Vater wieder bestiegen hatten (Ereignisse, welche derCommandant vermöge seiner freien Communication zur Seeleicht wissen konnte), unternahm derselbe dennoch einen Aus-fall, durch welchen er den Engländern eine bedeutende Nieder-lage beibrachte. In diesem Kampf, in welchem es sich umden Besitz des Dorfes St. Etienne handelte, blieb der in derenglischen Armee hochgeachtete, dem Greisenalter sehr nahe Ge-neral Hay, und Sir Hope selbst siel verwundet in die Händeder Franzosen. Die Engländer gaben in ihrem eigenen Be-richten den dabei erlittenen Totalvcrlust auf 800 Mann an.Die Entfernung von hier nach Paris, beträgt 170 Lieues, dienach Pau 16 Lieues und die nach Pampelona 17 Lieues, ihregeographische Lage ist, Breite: 13" 29' 24", Länge: 16° 9'.

Bayonne, nur beherrscht von der Anhöhe, auf welcher dieCitadelle von St. Esprit als schützendes Bollwerk aller dreiTheile erbaut ist, hat besonders starke Außenwerke gegen Bi-dar, während es durch seine Schleusten die Gegend bis St.Pierre unter Wasser setzen kann. Beide große Hauptstraßenaus Frankreich nach Spanien auf dieser Seite der Pyrenäen,werden von dieser Festung beherrscht, welche die westliche Ba-