124 Erste Abtheilung. Zweiter Abschnitt.
Stellung beherrscht den ganzen Landstrich südlich bis an dieBidassva und westlich bis an das Meer, ihre Front ist durcheinen breiten und tiefen Morast gesichert. Von dem FortSocoa ist diese feste Stellung 3000 Toiscn und von der spa-nischen Gränze 1600 Toiscn entfernt. Vor der Revolutionbefand sich bei dem Granzfleckcn Hendaye, ein Fort auf einerin jenen Morast hineinlaufenden Landzunge, welches in Ge-meinschaft mit einigen links von der Straße, auf dem Bergeunter Ludwig XI V erbauten Werken stand. Diese Fortisicationcnsielen am 1. Mai 1793 in die Hände der Spanier und wur-den von ihnen geschleift. Das Sansculottenlagcr wählten sichdie Franzosen im November 1793, nachdem der kühne La-tour d'Auvergne sich schon wochenlang mit der Avantgardein dieser Gegend behauptet hatte. Der Flecken Hendaye istnoch durch die Anhöhe, genannt Caffe-Republicain, von der Bi-dassoa getrennt. Dieses beschriebene Terrain hat durch Ver-anstaltung des damals hier befehligenden General Willst (jetztGouverneur der siebzehnten Militairdivision) einige Colon-nen und Verbindungswege erhalten, die für die spätern Ope-rationen in diesen Gegenden von wesentlichem Nutzen waren.Links von der Straße befindet sich das Gränzdorf Biriatou,dessen Zugänge durch eine nördlich vom Dorfe liegende An-höhe, der Gfclsrücken genannt, von französischer Seite leichtvertheidigt werden können. Dieser Ort wurde am 4. Juli1793 der Schauplatz eines mörderischen Kampfes, eine starkeAbtheilung Spanier hatte sich hier in die Kirche geflüchtet,und unter dem Beistand ihrer Batterien vertheidigte sie ihrenZufluchtsort mit Verzweiflung. — Latour d'Auvergne stürmte,eine Axt in der Hand, mit seinen Grenadieren gegen die ver-rammelten Pforten; doch hier scheiterte sein Muth und die Fran-zosen mußten von ihrer Unternehmung abstehen. Die Bidassoabezeichnet auf eine Strecke von einund dreiviertel Lieues unmittel-bar die Landcsgränze und die natürliche bleibt auf diese Weiseauch die politische. Dieser Fluß hat sein Bassin in demThale Baztan und die Quellen und Dache, die ihn bilden,vereinigen sich bei dem Dorfe Ellonetta zu einem Ganzen,