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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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132
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132 Erste Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

baren Verschanzungen von Aunhoie geworden, diese Eroberungbeschleunigte den Rückzug der Franzosen, den einige ihrer Ab-theilungen sogar auf großen Umwegen nehmen mußten, undder in eine Flucht auszuarten drohte, als Lord Collville mitseiner Cavallerie die Nivellc bei St. gefuhrtet hatte undauf d^ese Weise ihren rechten Flügel im Rücken bedrohte.Die Nacht war während dieser Kampfe eingebrochen undMarschall Soult zögerte nicht einen Augenblick unter ihremSchutz sich auS dieser gefährlichen Lage zu ziehen, er eiltealle Brücken hinter sich abbrechend, unter die Wälle von Ba-ponne und erwartete in dem bei der Beschreibung dieser Stadterwähnten Lager, stehenden Fußes seinen Feind. Doch dieEngländer begnügten sich für den Augenblick mit ihrem glän-zenden Siege an der Nivelle, und bezogen bei St. Jean deLuz enge Cantomrungen. 1500 Gefangene und 50 StückGeschütz waren in ihre Hände gefallen. Die Generale Mo-rillo und Mina, welche, obgleich auf verschiedene Weise, imvorigen Jahr die Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben, wa-ren beide als thätige Augenzeugen in diesem Treffen gegen-wärtig. Morillo war über Jspalette, gegen die vor denWerken von Aunhoie liegenden Nedouten angerückt und Minawar mit einigen Bataillons, aus dem äußersten rechten Flügelder vorrückenden Armee damit beschäftigt, sich jener verschanz-ten Linien zu bemächtigen, die vor der Felsenwand aufgewor-fen waren, an welche sich der äußerste linke Flügel des Fein-des lehnte. Eine furchtbare Stellung von 60,000 Franzosenunter einem berühmten Feldherrn vertheidigt, überwältigt z»haben, wäre einer der glänzenden Siege und der schönste»Waffenthaten in den Feldzügen der Verbündeten gewesen,hätte nicht die Bescheidenheit der englischen, eben so wie dieWahrheitsliebe der tapfern französischen Ofsiciere, laut einge-standen, daß die Soldaten in den Redoutcn an der Nivelle,nicht mehr die Franzosen von Talavera, Medina del Rio-seco und Albuera waren. Zurückgedrängt in ihre heimathli-chen Berge hatten die öftcrn Unfälle und die Veränderungder' Begebenheiten, Muthlosigkeit in ihre Reihen gebracht u»d