146 Erste Abtheilung. Zweiter Abschnitt.
Gebirge ist die Wasserscheide des Adour und des Gave von Pau,es fallt bei Lournay zu einem breiten Rücken herab, der sichin nördlicher Richtung in das Flußgebiet der Garonne zieht,und sich in den großen Wäldern von Captieux verlauft.Niedere Höhenzüge drangen sich bei Vicenbigorre gegen daslinke Ufer der Lcchex, und haben ihre Abfußungen in den Ebe-nen von Maubourget. Auf der Westseite des Departementsscheidet eine hohe Gebirgswand das Ossauthal vom.Assonthalüber dem der Pic de Gabisos mit 1218 Torfen Höhe in weiterFerne hervorragt. Der höchste Punkt in Bigorre ist der Pic,welcher seinen Namei führt, er ist 1506 Toisen über derMeeresflache. Pluntados Tod*) und Darze's Beobachtungenhaben diesen Berg berühmt gemacht. Die Marmorbrüche undder schöne Asbest, sind Zierden dieses Gebirgslandes. DieWaldungen, welche einen Flachenraum von 62,000 Hectareseinnehmen, liefern herrliches Bauholz, sie gehören zum sieb-zehnten Forstbczirk und stehen unter der Aufsicht des zu Lar-bes sich befindenden Inspecteur (Herrn Debrii.)
Der Adour entspringt zwischen den Felsen des Espiadet,am Kamme des Tourmalet und vereinigt sich sogleich mit ei-nem Waldbache, welcher sich unter dem Namen des Adourvon Aure den Marmorbrüchen von Sarrancolin entwindet. SeinFlußbette ist mit Moos bedeckten Schieferblöcken angefüllte erstürzt hohe Cascaden bildend, zwischen finstern Tannen her-ab, aber ruhig und Segen spendend benetzt er die Thalervon Campan und Aste. und die Vegetation des Südens herrschtan seinen grünen Ufern, auf beiden Seiten treten, die Berg?zurück und überlassen ihn der Ebene von Tarbes. Bei den jDörfern St. Marie Grip und Aste befinden sich die ersten .Brücken über diesen Strom. Bei Bqgneres und Tarbes hat 'er schöne steinerne Brücken. Er erreicht in diesem Departement
*) Er war einer der berühmtesten Astronomen von Lan'guedoc »"bstarb 1748 im Grcisenalter, beschäftigt mit der Messung diesesBerges. Den Hut und die Perücke dieses Gelehrten zeigt waNin der Kirche von Campan.