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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Die Gränzen Frankreichs.

zu dem reichen mütterlichen Erbe Heinrich IV. Die GrafschaftArmagnac wurde durch lange Zeiten von eigenen Grafen re-giert, die von einer jüngeren Linie des Hauses Gascogne ab-stammten. Nachdem der letzte Graf wegen Felonie enthaup-tet worden, siel es der Krone zu. Karl IX gab es seinerSchwester Margarethe, welche Heinrich, König von Navarraheirathete, als Mitgift, und auf diese Weise kam es spaterwieder an die Krone zurück. In der französischen Geschichtespielen die Armagnacs bedeutende Rollen; einer begleitete1444 den Dauphin in den Elsaß, um das Concilium zu Ba-sel auseinander zu jagen; er brachte mehrere Fahnen eigenesFußvolk mit, welches die Armagneken genannt wurden. DieSchweizer nannten sie spottweise die armen Gecken. DasKlima ist gemäßigt, doch mehr kalt als warm, auf brennendheiße Tage folgen noch sehr kalte Nachte, und der Wechselder Jahreszeit ist nicht durch wohlthätige Abstufungen bezeich-net, oft ändern die Südwinde die Atmosphäre schneller alsder Barometer sie anzeigen kann. Die Ebenen sind an Ge-treide ergiebig, die Vieh- und Pferdezucht ist bedeutend, undder Handel mit Maul- und Steineseln wichtig. Der Bestandder Pferde in diesem Departement wird auf 7500, der Maul-esel auf 1600 und der Steinesel auf 4000 angegeben. Die be-deutendste Quelle des Wohlstandes ist der Weinbau. 13,000 Hec-tar. Weinland geben im Durchschnitt 122,000 Oxhoft; doch istdas hiesige Gewächs nicht haltbar und eignet sich daher wenigiur Ausfuhr. Die Maulbeerbäume kommen in der Ebenedvrtrefflich fort, weshalb sich ein Theil der Einwohner mitdem Seidenbau beschäftigt. Die Pyrenäen ziehen sich in meh-ren rauhen Zweigen durch das Departement und durchgän-gig wechseln die Thäler mit dem hohen Gebirgslande, nurdö Mongaillart treten auf beiden Seiten die Berge zurück,^d die herrliche Ebene von Tarbes beginnt, die sich nördlichbis Dicenbigorre, westlich bis gegen Jbos zieht. Hohe Ge-birgszüge nehmen von den Centralpyrenäen aus ihre RichtungNordöstlich und werden dann zu einem Mittelgebirge, welchesdie Sevennen mit dem Montagnesnoir verbindet. Ein anderesFrankreich. 10