152 Erste Abtheilung. Zweiter Abschnitt.
von Freunden, Dichtern und Tonkünstlern umgeben, hier ver-lebte; wie ihr Hof selbst, war Cauteres alsdann das Asylaller verfolgter Gelehrten. Oestlich auf einer Anhöhe liegendie Bader Cäsars, von deyen man nicht weiß, wie sie zu diesemNamen gekommen sind. Zu ihren Füßen liegt die reiche QuelleCabanas und noch tiefer die der Spanier, die ihren Namenvon dem Vorzüge hat, welchen die hier versammelten Gästeaus dieser Nation ihr vor den übrigen Quellen einräumen.Im Hintergründe des Thales bilden sich schöne Cascaden,denen der Gave von Cauteres seine Entstehung verdankt. Auchvon hier aus sind die Steige, auf welchen man nach Spa-nien gelangen kann, nur den Schleichhändlern bekannt. Einsolcher führt eine Stunde höher im Gebirge, am See Gaubevorüber, in ein Felsenchaos, links geht ein Fußsteig zur Brückevon Spanien ab, auf einem der Felsen dieses Chaos ist eineGränzbezeichnung angebracht, und Reisende fanden ohnweitder Cascade von Magorat und der Quelle Bayard die Restealter Baraken, welche in Kriegszeiren zum Aufenthalt einerauf den äußersten Vorposten gelagerten Truppenabtheilung ge-dient hatten. Um aus dem Thal von Cauteres zu den be-rühmten Bädern von Barreges zu gelangen, braucht es einehalbe Tagreise; der kürzeste Weg führt über die Gebirge vonGrust und Sassos. In geringer Entfernung bleibt südlich derBadeort St. Sauveur liegen, dieses ist ein heiteres kleinesDorf von fünf und zwanzig Häusern, die mit hundert Men-schen bewohnt sind, es hat elf Schwefelquellen, die häufigvon Spaniern besucht werden*). 1788 hatte der See vonHeas seinen Damm durchbrochen, und die Fluth führte Häu-ser, Brücken und Bäume fort, und zerstörte die Kunststraßeauf eine Strecke von 1100 Toisen. Menschenfreundlich eilteder Chevalier de Loussiere, damals Commandant von Pierre-sitte herbei, und rettete mit den zu Hülfe herbei gerufenenBergbewohnern das Leben vieler Menschen. Eine Stunde
*) Auch der Marschall LanneS suchte und fand 1802 hier Genesung-