170 Erste Abtheilung. Zweiter Abschnitt.
des Salat und an der Mündung mehrerer Thaler. DieStadt hat 2300 Einwohner, sie ist der Sitz eines Unterprä-fecten. Die hiesigen Rindvieh-und Maulthiermärkte sind diewichtigsten auf diesen Gränzen; außerdem ist sie wegen meh-rerer sonderbaren Naturerscheinungen in der umliegenden Ge-gend in vieler Hinsicht merkwürdig. Zuerst sind die Verstei-nerungen von St. Croix (zwei Miriameter von der Stadt)anzuführen. Nordöstlich befinden sich die Salzquellen vonLamarades und in geringer Entfernung von diesen, liegt dasStädtchen Lemas d'Azil mit seiner berühmten Grotte, welchedie Arriege auf eine Strecke von sechs Toisen zu ihrer unter-irdischen Strombahn gewählt hat. Im östlichen Winkel desDepartements liegt das Städtchen Ax, berühmt durch seineHeilquellen und umgeben von einem reizenden Bergamphithea-ter, eine herrliche Landstraße führt von hier über den Kammder Montagnes nvir nach Toulouse, und die, welche Ax mitTarascon verbindet, ist ebenfalls fahrbar.
Gränzverschwisterungen mit Spanien von Weste»nack Osten.
Das Thal, an dessen Mündung sich das Städtchen Castillo»befindet, gränzt mit dem spanischen Thale Arran; es führt ein i»der guten Jahrszeit gangbarer Weg nach dem spanischen DorfePaillas und von da nach Salandui, westlich der Quellen derNv-guera Paillaresa. Ein zweiter Weg geht von Seix aus, berührtzuerst das spanische Dorf Boren und läuft dann an dc»Ufern der Noguera bis nach Rialp und Zerra. Der dritteSaumweg verbindet den französischen Flecken Montrouge, mitdem spanischen Dorfe Tirbia, wo er sich mit dem nachNialp vereinigt; dieser Theil von Catalonien ist wegen der sckMoben erwähnten strategischen Vortheile, welche diese GränztFrankreich gewähren, am ersten einem Angriff ausgesetzt, wel-chem Spanien durch die Bollwerke von Lerida und Meq«^nenza zu entgegnen sucht. Vom französischen Thal Dicdes-sos, führt ebenfalls ein Fußsteig oder Saumwcg nach Labas-