Die Militarr-Jnstitute Frankreichs. 233
3. Die Militair-Schulen.
Als die erste Militair - Schule des französischen Reiches^ird die zu St. Cyr betrachtet, einem schönen Dorfe, wel-ches eine Lieue von Versailles entfernr liegt, und in welchemllch vor der Revolution eine von Ludwig XIV gestiftete Er-ziehungsanstalt für 250 Fraulein befand. Das schöne, nachPlane Mansards aufgeführte Gebäude wurde im Jahr^686 vollendet. Die Zahl der Zöglinge ist auf 300 fcstge->eht, von denen die Hälfte aus der Vorbereitungsschule von^ Fleche kommen, und auf Kosten des Staats erzogen wer-/u. Die andere Hälfte besteht aus Pensi'onairs, von denenbeim Eintritt 750 Franken zur Ausstattung erlegt, und00 Franken jährliche Pension zahlt. Alle Zöglinge, die auf-genommen zu werden verlangen, müssen sich physisch und mo-^i'Ich zum Militärdienst eignen, und dürfen nicht unter 16nicht über 18 Jahr alt seyn. In Paris und in allengeößern Städten des Reichs wird jährlich, ein durch drei Mo-^t vorher verkündetes Examen von den Examinatoren derpolytechnischen Schule gehalten, zu dem junge Leute, welche^it vierfachen Attesten, ihrer Gesundheit, ihres Alters, derermögensumftände ihrer Aeltern, und deren EinwilligungÄschen seyn müssen, zugelassen werden. Das Resultat desamens wird durch vercidete Commissaire geprüft, und nach^ ren Vorschlägen läßt der Kriegsminister die Listen verfertigen,e sodann dem Könige zur Genehmigung vorgelegt werden,o er der bestandenen und erwählten Zöglinge erhält einenchcnnungsbrief. Der Lehrcursus dauert zwei Jahre, nachh ^Vollendung treten die Zöglinge als Unterlieutenants in
stehende Heer ein, die Wahl der Waffe wird ihnen ge-
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y General Graf Durfort ist Gouverneur und der Ge-. tenant Obert (siehe in Spanien angestellt geweseneches^^) ^ Commandant dieser Schule. Ein Bataillons-dez ^ Artillerie ist als Studiendirector und ein HauptmannGeneralstabes als sein Gehülfe dabei angestellt. Außer-