270 Dritte Abtheilung. Erster Abschnitt.
zuerst am 21. März von diesem in den Treffen bei Ostrachund Fullcndorf, und am 25. März bei Stockach oder Lip-tingen total geschlagen, worauf er schnell wieder die Armeeverließ und nach den von dem deutschen ersten Feldherrnund Meister, in der Kriegskunst erhaltenen Lehrßundenwieder die Stelle unter den Volksvertretern einnahm. Bo-napartcns Absichten am 8. Brumaire widersprachen seinenrepublikanischen Gesinnungen; er widersetzte sich denselbenund mußte hcshalb aus dem gesetzgebenden Körper schei-den; doch mochte ihn der erste Consul nicht ganz von sichscheüchen, und darum ernannte er ihn zum bevollmächtig-ten Minister am Hofe zu Turin, eine Stelle, welche er imJahr 1802 mit der eines Staatsraths vertauschte, wahrendihm General Menou in dem Gesandtschaftsposten folgte. ImJahr 1803 ernannte ihn das Departement der Haute-Viennezum Candidaten des Senats, in demselben Jahr ging erauch als Oberbefehlshaber nach Italien, wo nichts mehr zuthun war. Am 19. Mai 1804 war er unter den 18 Gene-ralen, welche der Kaiser zu Neichsmarschallen ernannte, er wurdezugleich Chef der sechszehntcn Cohorte der Ehrenlegion. 1800wurde er den/Prinzen Joseph beigegcben und stand demsel-ben bei seinen ephemerischen Erscheinungen als König vonNegpel und Spanien zur Seite. Wenn man ihm nicht zurLast legen kann ein sybaritisches Leben mit ihm getheilt zuhaben, so schrieb man ihm doch manche Fehlgriffe zu, welcheim Regenten-und Kricgerlcben dieses Prinzen häufig vorkamen.Von diesem Posten konnte er nur mit sehr getheiltem Ruhmnach Frankreich zurückkehren. Napoleon gab ihm erst als dieUnfälle seiner Waffen die verbündeten Heere Frankreichs Bo-den betreten ließen, den Befehl über eine Militairdivisiou,welche weit entfernt vom Kriegsschauplatz war. 1814 ernannte ^ihn der König zum Ludwigsritter, 1815 begleitete er den Kö-nig nicht nach Gent, wohl aber den Ankörmnling von Elbazur Farce des Maifelhes, welches ihm die Würde eines Pairsvon Seiten des momentanen Machthabers einbrachte; er hatteden Vorsitz statt des Marschalls Moncey in jenem Kricgsge^ ^