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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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344
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344 Dritte Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

diese patriotische Handlung, die er mit den Dorten begleitete:„Wenn es mir nicht erlaubt ist als General zu fechten, sowird es mir doch vergönnt seyn, mein Blut als Soldat fürsVaterland zu vergießen!" eine Comüdie gewesen zu seyn, dennam 13. Juni 1705 finden wir ihn schon wieder unter demGeneral Hoche als Divisionsgeneral. 1708 organisirte derselbeeine provisorische Regierung in Piemont; 1700 wurde er beiNovi schwer verwundet und gerieth in Gefangenschaft. Erverdankte bei dieser Gelegenheit der MenschenfreundlichkeitSr. königlichen Hoheit des Großfürsten Konstantin von Ruß-land die Rettung seines Lebens; dieser Prinz nahm den mitWunden bedeckten feindlichen General in seinen Schutz, ließihn durch seinen eigenen Leibarzt verbinden, und trug alle dieSorge für ihn, die sein leidender Zustand erforderte. Erwurde bald ausgewechselt und leistete wieder ausgezeichneteDienste in den folgenden Fcldzügen, vorzüglich 1807 beiFriedland. 1808 war er in Spanien, 1809 in Italien an-gestellt, und focht wieder mit Auszeichnung bei Raab undWagram und 1812 bei Volontino und Moscau, wo er dasdritte Noservecavallericcorps befehligte; zuletzt blieb ihm blosnoch die sogenannte heilige Schaar, die er zum Schutz desKaisers gesammelt hatte, so lange als dieser es noch sürrath-sam hielt, das traurige Geschick mit den Trümmern seinesHeeres zu theilen. 1814 war er Chef des ersten Cavallcric-corps und 1815 einer der ersten Divisionsgcnerale, die schonim mittäglichen Frankreich sich an Napoleon anschlössen, erwurde dafür am 17. April zum Marschall ernannt und ihmder Befehl über ein Armeecorps anvertraut, mit welchem ersich am 18 u. 10. Juni bei Waivre gegen den General Thie^lcmann schlug. Zsm 20. auf die Nachricht der bei WaterlooVerlornen Schlacht, marschirte er in zwei Colonncn nach Na-mur; diese Stadt ließ er so lange durch Vandamme verthei-digen, wie es zum Schutz seines Rückzugs nöthig war, ervereinigte sich dann mit den übrigen Truppen unter denMauern von Paris. Durch die Ordonnanz des 24. Juliwurde er vor ein Kriegsgericht gestellt und verwiesen, er be-