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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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378
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378 Dritte Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

selbst bekannt wurden. Er dämpfte Unruhen, die in Lilieausgebrochen waren und schloß daselbst am 9. April eineUcbcreinkunft mit dem Herzog von Weimar ab, der eineWaffenruhe folgte; im Laufe derselben erklärte sich Graf Mai-son für Ludwig XVIII, und somit endigten die Feindselig-keiten in den Niederlanden und Holland. Bald darauf er-nannte ihn der König zum Commandanten der ersten Mili-tairdivifion und übertrug ihm das Gouvernement von Paris.Im Jahre 1815 verläugnete er nicht einen Augenblick seinenCharakter, er erließ unter dem 7. März als Gouverneur vonParis einen Tagesbefehl, in welchem er die Landung Napo-leons als einen verbrecherischen Versuch den Bürgerkrieg vonneuem in Frankreich anzufachen, schilderte, ermähnte alle guteFranzosen dem König treu zu bleiben und folgte selbst seinemSchwur getreu, demselben nach Gent. Nach dessen Rück-kunft trat e>- von neuem seinen Posten an. Seine Privat-verhältniss« und seine Gesundheit machten es ihm wünschens-wert!) eine Zeit lang auf seinen Gütern in den Niederlandenzu verleben. Er erhielt 1818 den 30. Scpt. das Großkreuzdes Ludwigsordens, ist Mitglied der Kammer der Pairs undgehört jetzt wieder unter die disponibeln Generallieutcnants;Frankreich ehrt in ihm den treuen Diener seines Monarchenund einen seiner ausgezeichnetsten Generäle.

Grandeau (d'Aboncourt),

Baron, Generallieutcnant, Ludwi'gsrittkr, Großoffici'er der Ehren-legion und Ritter des baicrschen Max - Josephordcnö rc.

Nachdem dieser General in den Feldzügen 1809 gegenOesterreich und in Spanien mit Auszeichnung eine Brigadegeführt hatte, ernannte ihn Napoleon am 24. August 1812zum Divistonsgencral und vertraute ihm 1813 das Gouver-nement von Stettin an. Mit 8000 Mann größtenthcils alter