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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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380 Dritte Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

O r n a n o,

Graf, Gencrallieutcnant, Ludwigsricrer, Officier der Ehren-legion rc.

Wir finden ihn 1805 als Commandeur des Bataillonscorsischer Jäger, 1806 als Chef des Dragonerregiments derGarde; 1808 erwarb er sich durch seine Tapferkeit bei mehre-ren Gefechten in Spanien den Rang eines Brigadegenerals;1812 befehligte er in Rußland die dritte Cavalleriebrigadeunter Montbrun und wurde Divisionsgeneral; ein von ihmam 25. Juli in der Gegend von Witepsk unternommener An-griff mißlang gänzlich; 1813 führte er unter dem GeneralWalter die Garde - Cavalleric; 1814 erhielt er vorn Königwieder den Befehl über die Gardedragoner und ließ sie denEid der Treue schwören; 1815 verfehlte er nicht, sich anNapoleon anzuschließen, doch die Folgen eines Zweikampfes,den er mit dem General Bonet bestanden hatte, verhindertenihn an der Schlacht von Waterloo Theil zu nehmen. Ergehört wieder seit 1819 unter die disponibeln Generallieute-nants.

G 6 r a r d,

Graf, Generallieutenant, Ludwigscitter, Großkccuz der Ehren-legion rc.

Adjutant Bernadottens wurde er 1809 Brigadegeneral;1812 in der Schlacht bei Volontina DivisionSgeneral; 1813befehligte er unter Oudinot und Ney bei Großbcercn undDennewitz, und ob er gleich, besonders am 28. August beiLübnitz sich sehr unglücklich schlug, gaben ihm dennoch Freundund Feind das Zeugniß der größten Entschlossenheit und,eineseinsichtsvollen tapfern Benehmens in dieser Lage. 1814 befehlig-te er bei Brienne, Nogcnt und bei Montercau, später gab ihm