Die in Spanien angestellt gewesenen Generäle. 405
reich und Deutschland gleich berühmt ist, wurde am 18. Au-gust 1765 geboren, und schloß sich 1792 als Oberst an der Spitzeeines für den Dienst der französischen Prinzen errichteten Re-giments an das Condosche Corps an, in der Avantgardedesselben fechtend, erwarb er sich sehr bald den Ruf eines treffli-chen Ofsiciers. Die Vertheidigung der Insel Bomel und derheldenmüthige und einsichtsvolle Rückzug von derselben, sowie die Erstürmung der weissenburger Linien sind Waffentha-ten, die dem Fürsten von Hohenlohe einen ehrenvollen Platzunter den Anführern anweisen, und seiner Legion einen gro-ßen Ruhm erworben haben. 1801 trat der Fürst in Dienstedes Hauses Oesterreich, welches eben so wie er selbst durchmehrere Decenm'en nicht vorn Kampfplätze kam. Bei Caldieroließ der Erzherzog Karl durch den Fürsten von Hohenlohe-Bartcnstein in dem entscheidendsten Augenblick eine in Reservestehende Grenadierbrigade ins Feuer führen, und machte da-durch den Verlust des Marschall Massen« noch empfindlicher.Bald darauf zum Feldmarschalllieutenant ernannt, commandirteder Fürst in Gallizien, und nach dem Feldzuge von 1809eine Division in Ungarn. Alle Vorschlage und Anerbietungendem Rheinbünde beizutreten, zurückweisend, fand ihn derAusbruch des Krieges von 1813 noch in jener letzten Anstel-lung , und bald vom Monarchen zum Heere nach Bohmen be-rufen, wurde die Infanterie des klenauschen Corps unter seinenBefehl gestellt; der Fürst blieb in diesem wichtigen Wirkungs-kreise bis nach der Schlacht von Leipzig, dann begab er sichzum Belagerungscorps vor Dresden, und später wurde ihmdas Gouvernement von Troycs anvertraut, wo er der Be-schützer und Tröster aller dem König ergebenen Franzosenwurde. Nach dem wiener Congreß verließ der Fürst Hohen-lohe-Bartenstein die österreichischen Dienste, und trat in diedes Königs von Frankreich, für den er in den Tagen desUnglücks mit ehrenvoller Festigkeit sein Schwert geführt hatte.Mit großer Auszeichnung von dem liebevollen Monarchen em-pfangen, sprach derselbe durch mannichfaltige Anerkennung nichtrn Vergessenheit gerathener Dienste, seine Achtung und Dank-