406 Drille Abtheilung. Zweiter Abschnitt.
barkeit für den deutschen Fürsten aus. Der einst von demKönig Stanislaus Poniatowsky bewohnt gewesene Palast vonLüneville wurde ihm eingeräumt, und eine Generalinspection derInfanterie anvertraut. Bei dem Ausbruch des letzten Fcldzugesin Spanien erhielt der Fürst den Befehl über das zweite Ar-meecorps mit welchem er die Provinzen Navarra und Giu-puscoa besetzt hielt, und die Festungen Pampelona und St>Sebastian belagerte. Noch vor der Rückkehr der Armee ausSpanien, verfiel der Fürst in eine gefährliche Krankheit, wel-che für sein Leben Besorgniß erweckte, von der er aber völ-lig hergestellt, nach Frankreich zurückgekehrt ist.
Curial,
Graf, Generallieutenant, Ludwigsritter, Großkreuz der Ehrenlegion rc.
Im Jahr 1805 zum Range eines Brigadegenerals ge-langt, wurde sein Name in allen spätern Feldzügcn oft mitAuszeichnung genannt, besonders in den Berichten über dieSchlachten bei Friedland, Aspcrn, Wachau und Hanau. ImJuni 1809 war Graf Curial zum Divisionsgeneral befördertworden, und in dem Feldzuge 1812 stand er an der Spitze,der ersten Division der jungen Garde, und er war es auchder sie 1813 neu organisirt aus die Schlachtfelder von Lü-tzen, Bauzen und Leipzig führte; in der letztem Schlacht stander mit denselben dem Corps des Grafen Meervcld gerade über,der bei dieser Gelegenheit in seine Gefangenschaft siel. 1814ernannte ihn der König zum Pair, Ludwigsritter und Großofsicierder Ehrenlegion. 1815 folgte Graf Curial seinem Schwur getreu,dem Monarchen nach Gent, in denJahren 1818, 1819 und 1820war er Gencralinspecteur der Infanterie, und im Jahr 1823wurde ihm der Befehl über die dritte Division in dem Heereder Pyrenäen anvertraut. Zum Corps des Marschall Mon-cey gehörend, hielt er längere Zeit die Stadt Mataro undihre Umgebungen besetzt, und später war er mit der Belage-rung von Barcelona beschäftigt.