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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Nekrolog. 1806.

eines Brigadegenerals; die Regierung sandte ihn spater gegendie Vendeer. Er sprach von diesem Zeitpunkt seines Lebens:„Meine Feldzüge gegen die Vendöe haben nichts zu meiner/-Beförderung beigetragen, ja sie würden sogar für meine/-Ehre nachthcilig gewesen seyn, — wäre ich nicht mit dem-/Bewußtseyn zurückgekehrt, keine Gelegenheit versäumt zu ha-,,ben, wo ich dem Blutvergießen in diesem unseligen Bürger-,-kriege steuern konnte." — Diese Worte sind hinlänglich, umin ihm einem Mann zu erkennen, der seine harten Berufs-Pflichtcn mit Menschlichkeit ehrenvoll zu verbinden wußte. Am11. Februar zerschmetterte eine Kanonenkugel in den Laufgra-ben vor Gaeta die Brust dieses Ehrenmannes.

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Villeneuve, Admiral. Dieser unerschrockene Seemannrettete nach der Schlacht von Abukir einige Schiffe und brachtesie sicher in die Nhede von Malta. 1802 bestand er ein un-glückliches Treffen mit Sir Calder. Im Oktober 1805 standBillencuve an der Spitze einer vor Cadix versammelten fran-zösisch-spanischen Flotte, und wagte es seinen berühmtenGegnern Nelson und Collingwood eine Schlacht zu liefern,die er nach dreistündigem blutigem Kampfe gänzlich verlor. Erselbst siel auf seinem Admiralschiff Bucentaurus in Gefangen-schaft. Auf seiner Rückkehr aus England gab er sich, die Fol-gen seines Unglücks zu Herzen nehmend, am 23. April zuSennes durch einen Pistolenschuß selbst den Tod, und mansetzte ihm die kurze, aber passende Grabschrift: Tapfer und

unglücklich.

Im Laufe dieses Jahres starben noch:

Berthier (Leopold), Graf, Divisionsgeneral, Comman-nnt Ehrenlegion, zweiter Bruder des Connetable; alssolcher stieg er schnell empor und bekleidete 1798 die Stellettnes Chefs des Gcncralstabes der italienischen Armee, nachein iz, Brumaire diente er in der 17tcn Militairdivision.