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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Nekrolog. 1815.

Neservecavalleriecorps. Bei Leipzig unternahm er spät amAbend des 18. Octobcrs noch einen stürmischen Angriff aufdas Corps des General Längeren. Bei der Vertheidigungdes vaterländischen Bodens legte dieser General eine außer-ordentliche Thätigkeit und Tapferkeit an den Tag; er waraber auch einer der ersten die freudig dem auf seinen ThronZurückgekehrten König huldigten; er wurde als königl. Com-uussair in die 18te Militairdivision gesendet; doch der Win-irrfeldzug in Rußland hatte seine Gesundheit gänzlich unter-graben, so daß er die Ehre, zum Hauptmann der königlichen^arde ernannt zu seyn, nur sehr kurze Zeit genoß, indemeine neue Krankheit am 12. Februar sein Leben endete.Frankreich verlor in ihm einen kühnen und unermüdcten Ca-Uallerie-General.

Reynier, Graf, Generallieutenant, Ludwigsritter, Groß-ofsicier der Ehrenlegion, Großkreuz des sächsischen Heinrichs-ordcns rc., geboren zu Lausanne am 14. Januar 1771.Für die Wissenschaften bestimmt, zog er den Waffendienst demStande der Gelehrsamkeit vor. Als Adjoint im GeneralstabeMachte er den Feldzug 1792 in Belgien mit, und wurdespäter Chef des Stabes des General Moreau, als nach man-^ichfaltigen der Republik geleisteten Dienste, eine Kabal» seineEntlassung herbei zog; erst der Zug Bonapartens nach Egyp-EkN verschaffte ihm neue Anstellung, und seine Tapferkeit aufdemselben neuen Ruhm. Beim Angriff auf Malta kämpfte^tapfer, und in der Schlacht bei den Pyramiden, in denLüsten Syriens und vor El-Arisch war er das Schrecken der^srnanen, auch in dem Treffen von Heliopolis entschied seinHeldenmuth. Nach Klebers Tode befand sich General Reynier^ Cairo, hier begannen seine Zwistigkeiten mit dem General Me-^ou, selbst die Gefahr, in der sie gemeinschaftlich beim Angriff

ber

türkisch-englischen Armee schwebten, konnte sie nicht ver-

^uigen; die Verschiedenheit ihrer Ansichten und Entwürfe'Uhrten den Verlust der Schlacht des 20. März 1800 herbei,