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Nekrolog. 1816.
Handel trieben, geboren, wurde früh schon für die militairifcheLaufbahn durch die Erzählungen seines Vaters gewonnen,der in den Militairdicnsten der Könige von Frankreich ergrautwar. Die noch nicht erstickte Vorliebe des Vaters für diesenStand, fand schnell Eingang in dem Gemüth des feurigenKnaben, und als solcher betrat er dieselbe Laufbahn. Wares der Zwang des Gehorsams im Stande der gemeinen Sol-daten, oder das Einerlei des Garnisondienstes, genug derjunge Augereau fand sich veranlaßt, die Dienste feines Vater-landes zu verlassen. Er überließ sich abenteuerlichen Strei-fereien, welche ihn auch in die Dienste des Königs von Preu-ßen führten, und nach der Aussage glaubwürdiger Männerstand er als Unterofsicier in einem zu Stettin garnisonirendenInfanterieregiment, und ertheilte daselbst Unterricht in derFechtkunst. Obgleich in diesem Zeitpunct seines Lebens Nach-richten mangeln, auch dem nachherigen Reichsmarschall wenigdaran gelegen seyn mochte, diesen Schleier zu heben, so wirddoch die Aussage jener Männer um so wahrscheinlicher, dawir ihn im Jahre 1790 in Neapel wiederfinden, wo er eineAnstellung als Capitain gefunden hatte, die er nach kurzerZeit wieder mit der Beschäftigung eines Fechtmeisters ver-tauschte- Bald darauf gcrieth Augereau in Untersuchung,und vermochte sich nicht von den ihm Schuld gegebenen po-litischen Umtrieben gänzlich zu reinigen. Er wurde von Nea-pel verwiesen und schiffte sich nach Corsika ein, wo ihn zuBastia ein hitziges Fieber an den Rand des Grabes brachte.Augereau eilte kaum hergestellt nach Perpignan, fand Anstel-lung in der Ostpyrenäen - Armee an dem Range eines Ba-taillonschef. Ein Jahr später wurde er im Gefecht von Se-ralonge verwundet (13. Aug.), bei der Belagerung von Figue-ras zeichnete er sich so wie an der Fluvia aus. Augereauverließ nach dem basler Frieden, so wie sein Armeechef Schwe-rer selbst, Spanien, um einer neuen Bestimmung in Italienzu folgen, wo er sich wieder in den Umgebungen des berührn-'ten Obergenerals Scheerer befand. Dieser veranlaßte auchseine Beförderung zum Obersten und zum Brigadegeneral.