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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Vierte Abtheilung.

In Frankfurt am Main gab ihm Napoleon den Auftragnach Lyon zu eilen, um den Süden Frankreichs gegen dieaus Italien vorrückende österreichische Armee zu vertheidigen.Dort angekommen, sammelte er eine Streitkraft von 40 bis50,000 Mann unter den Divisionsgeneralen Bardet, Mcus-nicr, Bouchellon, Dessair, Marchand und Serrant, doch zö-gerte er lange seine Streitkräfte zu entwickeln, theils hoffteer den Aufstand des Volkes weiter gedeihen zu sehen, theilshatte er die Ankunft zweier aus Spanien ihm zugesandten Di-visionen alter Truppen abgewartet.

Die Oesterreicher aber sehr thätig, erstickten den bösenGeist in dem Departement der Saone und Loire durch diestrengsten Maaßregeln. Der General Scheither drängte denbei Chalons für Saone aufgestellten General Legrand zurück,und bemächtigte sich dieser Stadt. Der 5. Februar vergingunter lebhaften Gefechten in dieser Gegend, und der Marschallsendete die Generale Marchand und Defsaix gegen Chambery,wo der österreichische General Zechmeister seit drei Tagen Po>sto gefaßt hatte. Dieser General ging den gegen ihn anrü-ckenden Abtheilungen entgegen, und traf am 14. Februar beiViviers mit ihnen zusammen; von beiden Seiten schlug mansich mit der größten Erbitterung und nur durch das Ueberge-wicht der österreichischen wohlberittencn Reiterei blieb GeneralZechmeister Herr seiner frühern Stellung; als aber am 19.General Marchand die linke Flanke der Oesterreicher durch ei-ne geschickte Bewegung bedrohte, zogen sich diese zurück, undgegen Abend rückte der General Marchand in Chambery ein.Gleichzeitig schickte der Marschall den General Meusnier ab,die Oesterreicher aus Mcximicux zu vertreiben. Der GeneralPannetier rückte nach einem langen Gefechte und nach großemVerlust an Menschen in Macon ein, und ließ seine Vorpo-sten bis in die Gegend von St. Eticnne streifen. Durch die-ses Vorrücken wurde Graf Bubna vom eigentlichen Frankreichverdrängt, und bis auf die Umgegend von Genf beschränkt,welche er, so wie die Stadt selbst und die schon früher ge-nommenen kleinen Festungen Jaux und l'Ecluse so gut als