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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Nekrolog. 1816.

im Ganzen wohl mehr dem Zusammentreffen der Umstände,als den Maaßregeln des Marschalls zuzuschreiben sind.

Den 17. März hatte er alle seine Streitkrafte bei St.Georg versammelt, und daselbst starke Verschanzungen ange-legt; um das Dorf Longforte wurde am 18. Mai heftig ge-fochten, und dasselbe endlich durch den österreichischen Gene-ral Wimpfcn mit Sturm erobert. Den 19. bezog der Mar-schall die feste Stellung bei Limonest, doch schon Nachmittagum 3 Uhr wurde der Schlüssel derselben unter der persönli-chen Anführung des General Bianchy erstürmt, wodurch derMarschall genöthigt war, auch diese Stellung aufzugeben, undsich auf die letzten Höhen von Lyon aufzustellen. Bald sah er ein,daß er auch diese nicht behaupten könnte, er gab daher denPlan aus, Lyon zu vertheidigen, und ertheilte in.der Nachtvorn 20/ auf den 21. den Befehl, sich gegen Vienne zurück-zuziehen.

Der Erbprinz rückte am 21. in Lyon ein, wahrend seineleichte Kavallerie in der Verfolgung der Franzosen begriffenwar. So hatte der Marschall seinen Hauptstützpunkt, drei-ßig Kanonen, mehrere tausend Gewehre und Munition allerArt, seinen Gegnern überlassen müssen. Der Verlust der Oe-sterreich« belief sich in diesen Lagen auf zwanzig todte undvierzig verwundete Ofsicicre, unter denen sich der General-wajor Graf Haugwitz befand. Der Marschall beschleunigtefeinen Rückzug so viel als möglich, und erst nach siebenStunden erreichte der Vortrab der Oesterreich« seine Arrier-garde. Er hatte am 23. März sein Hauptquartier in St.Simphor, den 24. in Balance und den 20. in Annonay,den 27. in Rives und den 1. April in Grenoble, wov>u 7. die Nachricht des Einzugs der Verbündeten in ParisZulief. Den Morgen darauf sendete schon Augereau seineUnterwerfung unter die Befehle seines rechtmäßigen Monar-de» ein, und es schien als wenn diese letzte rechtliche Hand-lung von lauter Verirrungen begleitet war; er suchte sich vondiesem Zeitpunkt an, wegen seiner öfters erfahrnen Zurück-