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2 (1847) Fünfzehn Friedensjahre. Aufenthalt in Russland, Rückkehr 1830. Feldmarschall Graf Gneisenau und General der Infanterie von Grolman. Die Citadelle von Antwerpen vom October 1830 bis Ende 1832. Aufenthalt in Holland / von Wilhelm von Rahden
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^willigt, um ihn jedoch einigermaßen, vielleicht im Gefühl des ihm zu-fügten Unrechts, zu entschädigen, ward er mit zwei?ns Avantagc,wie es in Rußland üblich ist, und zwar als Oberstlieutenant von derGarde in dasselbe Fcldrcgimcnt versetzt, welches er später als erster Chef^ Inhaber besaß. (Tschcrnigow.)

Von Diebitsch verblieb jedoch in St. Petersburg und wurde zu denGeschäften des Gencralstabcs commandirt.

Hier öffnet sich nun die glänzende Laufbahn unsers Helden. Sehr^ zum Obersten avancirt, ward er im Beginn des Fcldzuges 1812'"'s große Hauptquartier, und zwar beim Chef des Gencralstabcs, pla-am Ende desselben zum General und General-Quartiermcifter cr-""Nnt; und so finden wir ihn erst in dem Hauptquartiere des GrafenEigenstem, dann bei dem schon genannten General Barclay de TollyUnunterbrochener und rühmlichster Thätigkeit.

Im Monat Januar schloß von Diebitsch als General--Ouartiermei-der siegreichen russischen Armee, welche von Riga aus den westlichen^nzen des Reichs zueilte, die bekannte Convention mit dem GeneralNork, in Folge deren die preußischen Truppen von der franzö-^lchcn Armee sich faktisch trennten, um bald mit den Russen gcmcin-^"ftlich gegen den Feind von Europa's Ruhe und Frieden in einenauf Tod und Leben hinaus zu ziehen.

Während der Fcldzttge 1813 und 1814 finden wir Diebitsch als"ssien Gcneraladjutantcn stets um die Person des Kaisers Alexander,""" keine noch so wichtige militairisch-stratcgischc Bewegung oder di-^"Matische Unterhandlung wurde beschlossen und ausgeführt, in wel-^ nicht der General Diebitsch stets eine sehr thätige Rolle übcrnom-hätte. Auf dem Schlachtfelve bei Leipzig wurde er mit 28 Jahren

^Ncrallicutcnant.

Vorn Jahre 1815 bis zum Todesjahre des Kaisers Alexander 1825

"blich

- der General der Infanterie von Diebitsch unausgesetzt in der näch-Umgchuug seines Monarchen, welcher ihm die wichtigsten SendungenAufträge, sowohl als Militair wie Diplomat, anvertraute. Ja, esfügsam bekannt, daß der Kaiser Alexander eben denselben Mann,°hen er einst wegen seiner unansehnlichen Persönlichkeit eine ungerechte