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3ch trat nunmehr in den Vorsaal und begegnete sogleich dem Manne,Elchen ich suchte. Der General erkannte mich augenblicklich, blieb ste-!>kn und frug mich mit barschen Worten und gerade nicht sehr liebens-würdiger Gesichtsbewegung: „was ich jetzt wiederum in Preu-den wolle, da ich gegen seinen Rath und Willen den Ab-hieb genommen und nach Rußland gegangen sei."
Nach einigen von mir bitweise, gestellten Eingangs- und Entschul-^gungsworten befahl der General mit einer leichten Handbewegung, ihm^ ^lgen, und so stand ich denn abermals dem Allgewaltigen gegenüber;^ diesmal freilich, wie schon bemerkt, unter bedeutend veränderten^chältnifsen, als vor einem Jahre. Ich hatte wirklich gegen den gut-^wcinten Rath mancher meiner Freunde und Vorgesetzten, und nament-H auch General von Witzleben, den Abschied genommen; aber ichsw es auch in den vorstehenden Blättern weitläuftig genug erzählt,^ ich dazu bestimmt und gedrängt worden war. Wenn ich nun auchw St. Petersburg durch die mir gewordene Anstellung als Capitain im^'lerlichen Gencralstabe vollkommene Genugthuung und BefriedigungWeines soldatischen Ehrgeizes gefunden hatte, so bestimmten mich dennoch^Mltnissc (wie solche meinen Lesern ebenfalls bereits bekannt gewor-sind) diese glänzenden Aussichten gegen eine Wiederanstellung imEpischen Heere herzlich gern aufzugeben.
2lls ich diese Gründe dem General auseinandergesetzt hatte, entgeg-^ mir derselbe wörtlich wie folgt:
^ "WasJhre Wiederanstellung betrifft, so sage ich Ihnen,ich im Fall eines Krieges mit offenen Armen wic-.Aufnehme; denn Sie haben sehr gut gedient, im Frieden aberH os Ihnen, so lange ich Einfluß besitze, wahrlich nichtfingen; ich habe es Ihnen widcrrathen, den Abschied zu^hmen; Sie haben mir aber nicht gefolgt. Dafür müssen^ bestrafe werden; Sie müssen wissen: die preußische Ar-2 °° 'll kein Taubenhaus, wo Jeder nach Belieben hereinherausfliegen kann."
letztem Ausspruch soll Friedrich der Große einstmals gethanb", und so mochte denn auch der General der Ansicht sein, etwas