seinem Tode im Druck erscheinen zu lassen, so hätte gerade sein glücklichgespartes Leben die Fortsetzung seiner Biographie, wenn nicht verhimdcrn, doch verspäten können. Es bedurfte in der That großer und w>^derholter Aufmunterung aller seiner edlen Freunde, um die bescheideneScheu zu besiegen, die Nettelbcck abgeneigt machte, über Lcbensverhält-nisse, deren parteilose Darlegung vielleicht nicht verhindern konnte MLobrede auf ihn selbst zu werden, sich öffentlich auszusprcchen. Wie erjedoch zu allen Zeiten über seine Person und die politische Celebritiü,die ihm zu seinem eigenen Erstaunen zu Theil geworden, gedacht, wirddurch nichts so deutlich belegt, als durch folgende Stelle seines Briefsan einen Mann, gegen welchen er wohl um so weniger heuchelte, je Ebegrenzter er denselben achtete und verehrte, an unsern Held Gneisen^nämlich. Der Oberst von Gneiscnau schrieb nach der BelagerungColberg von Königsberg aus unterm 28sten September 1807 ringest^Folgendes an unsern alten Freund:
„ Ich wünsche, daß Ihre Gesundheit Ihrem Ruhme gleich sein r»^'den Sie in der Welt genießen. Jedermann frägt mich, ob das Alll^wahr sei, was von Ihnen gedruckt stehe, und Sie können Sichleicht denken, wie gern ich dies bestätige u. s. w. Unsere herrlichenigin vergoß Thränen der wehmüthigsten Freude, als sie von mirnahm, was Sie für's Vaterland gethan."
Ncttclbeck antwortete hierauf:
»Ihre Zuschrift hat mich so gerührt, daß das Blut in meinen Ade^auf's Neue in Bewegung gekommen ist. Wahrlich nicht um der Lobe^erhebungen willen, aber wegen der Ehre Ihres mir ewig theuren 2Ü'denkens. Erhalten Sie mir solches, dagegen wünsche ich, mandoch recht bald aufhören, in Schriften über mich zu glossiren! den»habe ich gethan? Bloß was ich Gott, meinem Könige und Vaterlos
und
Gott,
schuldig gewesen bin. Ich schäme mich bereits vor Auswärtigen,noch mehr vor Einheimischen, und oftmals denke ich: O meinwenn ich doch erst todt wäre, und möchte mich gerne vor mirverkriechen."
Wem es so um das Herz ist, bedarf des Lobens und Preisens n'Omehr; und wenn gleichwohl über ihn, den alten Heldcnbrirger, gesp^"