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2 (1847) Fünfzehn Friedensjahre. Aufenthalt in Russland, Rückkehr 1830. Feldmarschall Graf Gneisenau und General der Infanterie von Grolman. Die Citadelle von Antwerpen vom October 1830 bis Ende 1832. Aufenthalt in Holland / von Wilhelm von Rahden
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schienen wäre, und als Hüser da sagte:Da hätten wir Sie jagehabt"«, Gneisenau Schweigen deutend ihn bescheiden unterbrochenden Worten: Glauben Sie denn, daß einer von uns den Alten"" Heer hätte ersetzen können? Sein Vorwärts blitzt in seinen Au-^n, und ist in die Herzen unserer Soldaten cingegrabcn.""

Diesem Alten diente Gneisenau mit voller Anerkennung und Hin-^^ng, ihm diente ebenso der General Grolman, von beiden der ver-schiedenste. Grolman, zwanzig Jahre jünger als Gneisenau, galt mitfür einen der gelehrtesten, erfahrensten und kühnsten Soldaten desMusischen Heeres; er ist von Vielen der bedeutendste genannt worden,^ Gneisenau der hochherzigste. Eine hohe, stattlich mächtig geschaf-^ Männcrgestalt mit ernstem offenen ruhigen Visir. Dieser stand^r äußern Erscheinung geschlossen und still da, eine in sich voll-^bcte Natur, immer hell, ruhig besonnen, jedem freundlich, aber nichts^ dem Beweglichen, Ncberfliegcndcn, waS Gneisenau auszeichnete,von dem leicht in andre Ucbergchendcn; er stand da wie ein aus^ gegossenes Standbild, aber mit Kühnheit und Befehl im Blick,^schwind in Wort und Gedanken, geschwindest von Beschluß undwar er eben so bescheiden als Gneisenau. Schwerere Kürze ind anken, und leichtere Klarheit in Worten wird man selten finden.

. habe Nicbuhr einmal gesehen, wie er dem General Grolman inkleinen Gesellschaft Spanisches abzulocken suchte, und wie er be-nutz an des Erzählenden Lippen hing, und in späteren Jahrenvon ^ eigentlich keinen einzigen der berühmten Feldherren des Tageschm preisen gehört als eben diesen: diesen müsse man zum Thucy-, Polybius, Livius und Cäsar als Lager- und Schlachten-Aus-^ Mithaben.

"Diese genannten Drei haben Großes und Unsterbliches zusammen

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habe

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, ^cht, Boyen, der Stille, Bescheidene, Feste, mit ihnen. In Sclbst-"°"winduug hat jeder seine beste Stärke für ein Gemeinsames undhingegeben; und kein Neid, keine Eifersucht, keine Habsucht hatÜwals entzweit. Froh, daß die große Sache gewonnen worden, warunbekümmert, ob sein Name dabei genannt ward. Weil sie anerbliches geglaubt haben, weil sie ein unsterbliches

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