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desselben gewesen bin. Mein Bund ist ein anderer, ohne Zeichenund ohne Mysterien: Gleichgesinntheit mit Männern,die einer fremden Herrschaft nicht unterworfen seinZollen.
N. von Gneisenau."
Wie es umstehend erwähnt worden, kehrte Gneisenau im FebruarJahres 1813 nach Preußen zurück. Die großartigste Epoche unsersUnterlandes war hereingebrochen, die Kräfte des ganzen Volkes hatten^ vereint, um das Gottesgericht, welches über die französischen WaffenRußlands schneeigen Einöden und Eissteppen hereingebrochen war, zurwdli'ckM Entscheidung zu führen. Gneisenau war schnell in Colberg^landet in der cigcnds gefaßten Absicht, im Rücken der französischenwlee den Aufstand in den preußischen Erbprovinzen zu organisiren.Die gänzliche Niederlage des gehaßten Feindes war jedes Einzelnennach Kräften dazu beizutragen, jedes Einzelnen theuerste Pflicht.Daß nun Oberst Gneisenau, auf den die ganze Nation schon seit^uhrcn mit Zuversicht blickte und hoffte, er würde bei der Erlösunggeliebten Vaterlandes eine der ersten Hauptrollen einnehmen, daß,
sollte
ich sagen, Gneisenau gleich bei seiner Rückkehr die glänzendste
^eranstellung in der preußischen Armee fand, läßt sich füglich vor-gehen. Gneisenau wurde erst dazu bestimmt, die Bewaffnung deröstlichen Provinzen des Staates zu organisiren und eine Reserve-Armeedenselben zu bilden; doch ehe er dahin abging, wurde er in's Haupt-b^Nicr des alten General von Blücher gerufen, und nahm hier so-neben Scharnhorst die höchst gewichtige Stellung eines Gcneral-Duartiermeistcrs der Armee ein.
Ueber die Eröffnung der Campagne und die ersten geschlagenen Schlach-von und Bautzen, bis zum Waffenstillstände und der Schlacht^ der Katzbach, besitzen wir als das Allcrintercssantcste, was darüber jebgagt und geurtheilt worden, nämlich die eigenen Briefe des verewigten^arschM, welche vom 29sten Mai 1813, 26stcn und 30sten Au-^ desselben Jahres, und später vom 18ten September und 5ten No-^er von demselben an den Grafen Münster geschrieben wurden.