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1831 Posen, um das Commando der ersten Artillerie-Brigade in Kö-"igsberg zu übernehmen.
Bei dieser Gelegenheit war es, daß sich an der Tafel des Feldmar-Halls, zu welcher jeder höhere Officier eingeladen ward, während meh-^er Tage ein Kampfesfeld eröfftrete, auf welchem zwei wissenschaftlich^gebildete und gelehrte Officicre, die aber entgegengesetzten Meinun-AkN und Ansichten als Militairschriftstcller huldigten, sich zum ersten^clle im Wortkampf erproben konnten.
Beide, Carl von Decker und Major von Brandt, hatten sich bereits^ langen Jahren in den Litcraturschriften männlich und oft recht nach-^licklich getroffen, doch ohne sich dabei persönlich gekannt zu haben.
Jetzt saßen sie hier, wie schon bemerkt, an der Tafel unsers Feld-sich einander dicht gegenüber.
Der Feldmarschall folgte, wie es schien, mit lebhaftem Interesse dem,^ ersten Mittage begonnenen Gefechte. In kleinen und gklt geführten^cheinbcwcgungen entwickelten sich von beiden Seiten Ansichten und Ur-^>le, tüchtig praktische Umsicht und vielseitige Gelehrsamkeit. Doch konnteAnfangs nicht verkannt werden, daß von Decker, eigentlich unkun-^ Mit dem Terrain, ich will hier nur sagen unkundig mit der Art,^ der Gegner seine Aufstellungen mündlich zu vertheidigen verstand,^ schnell und übereilt in die entschiedenste Offensive überging, während"lor von Brandt gegen seine sonst so lebhafte und nachdrückliche Art,. , cussionen mit der Zunge, Feder und der Degenspitzc zu führen, einechst bedächtige Defensive beobachtete.
Mit solch' verständiger Handlungsweise lernte er seinen Gegner ken-^ und wußte ihm schon im Beginn des Kampfes manchen Vortheil^gewinnen.
3>i der, wie gesagt, etwas übereilten Verfahrungswcise unsers bra-
Artillerie-Brigadiers, welcher zu rasch seine sämmtlichen Kräfte ent-
wickelte
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und selbst seine Reserven, wenn ich mich eines solchen militairi-
Bildes hier bedienen will, gleich Anfangs in's Gefecht führte, konnte
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