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2 (1847) Fünfzehn Friedensjahre. Aufenthalt in Russland, Rückkehr 1830. Feldmarschall Graf Gneisenau und General der Infanterie von Grolman. Die Citadelle von Antwerpen vom October 1830 bis Ende 1832. Aufenthalt in Holland / von Wilhelm von Rahden
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Lehrer und Freund als ganz junger Officier an der Spitze seiner rei-tenden Batterie in der heißen Schlacht bei Preußisch Eylau sich den Or-den pour le mörito brillant verdient hatte den schönen Orden pourIs meinte.

(Der junge Lieutenant Carl Decker hat dort mit Ruhm, Kenntnisseiner herrlichen Waffe, Benutzung jedes günstigen Augenblicks und Zins-dauer in höchster Gefahr zu handeln gewußt.)

Ungeachtet solcher praktischen Vorschule des Metiers und in dcnWaffen bleibt es unvermeidlich, bei unausgesetzter Offensive im Wmt-kämpf seinem Gegner gewaltige Blößen zu geben. So ging es auchunserm von Decker, und ohne das vom Fcldmarschall gegebene Zeichtzum Aufbruch der Tafel würde vielleicht schon am ersten Tage die be-sonnene und strenge Vertheidigungöwcise und umsichtige Taktik des Ma-jors von Brandt sich sehr bald in einigen Offensiv-Bewegungen zu n^reu und zlt" kräftigen Gelegenheit gefunden haben.

Die Hauptschlacht beider gelehrten und kriegserfahrenen Milita"^fand daher erst am zweiten Tage des Zusammentreffens an der Taudes Feldherrn Statt, wobei unausgesetzt das ganz besondere Jntemldes Feldmarschalls und der übrigen Gesellschaft rege erhaltenMajor von Brandt hatte unter dem großen Kaiser den Krieg ebenso^praktisch erlernt und wissenschaftlich studirt; er rückte heute mit seinen nnstreitig weit überlegenen Massen ächt militairischcr Gelehrsamkeit bei »n^mäßiger Anwendung seines Geistes- und Gedächtnißschatzes in tief ^mitten Colonncn seinem Gegner (bereits von allen Seiten Umgangl auf den Hals; Decker'ö Flügel waren längst strategisch umgangen aneben so schnell taktisch über den Haufen geworfen. Die letzten Kcrnt"^pcn und sämmtliche schwere Batterien unsers braven Artilleristen null^ajetzt schon im Kampfe total aufgerieben und unbrauchbar gemacht nmesein, wenn nicht der Fcldmarschall, vielleicht aus Rücksicht gegen seinen 'vielleicht aus Vorliebe für einen tapferen Kampfgenossen aus jener )herzigen Zeit, eine unerwartete Diversion zu dessen Gunsten gemacht ha ^

Er rückte nämlich seinen Stuhl, das Diner war beendet, undkämpfendcn Parteien gaben sich friedlich die Hände.

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Der letzte Tag dieser gewaltigen, aber glücklicherweise »>'

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