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2 (1847) Fünfzehn Friedensjahre. Aufenthalt in Russland, Rückkehr 1830. Feldmarschall Graf Gneisenau und General der Infanterie von Grolman. Die Citadelle von Antwerpen vom October 1830 bis Ende 1832. Aufenthalt in Holland / von Wilhelm von Rahden
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343
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Es war ungefähr in der Hälfte des dritten Monats meines Aufent-halts im Hause des Feldmarschalls, als mich derselbe zu sich rufen ließ,ich sonach das zweite Mal in mündlicher Unterhaltung über meine per-hbnlichen Verhältnisse demselben allein gegenüber stand. Da der Feldmar-^all gleich im Eingang des Gesprächs mir die Weisung gab, ihm offenohne Rückhalt meine sowohl militairischen als Privatverhältnisse mit-theilen; so befolgte ich gern sein Gebot, und fand vollkommene Gelc-8°»heit, alles das, was in den letzten Jahren mein äußeres und Seelen-dkben bedrängt hatte, meinem hohen Gönner zu vertrauen. Auch konnte^ aus den Fragen und Einwürfen des Feldmarschalls leicht entnehmen,^ derselbe von Allem, was mich in letzter Zeit getroffen, bereits genauverrichtet war, und daß diese mündliche Unterredung viel eher eine Prü-

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g meines persönlichen Werthes und des ihm zugewendeten Vertrauens,ein bloßes Erforschen privater Verhältnisse zu nennen war.

Der Feldmarschall hörte geduldig auf meine Erzählungen, unterbrach^ffclbkn nur sehr selten durch einige leicht hingeworfene Fragen, undtschied erst, als ich geendet hatte, auf folgende Weise:

Capitain v. N., es ist stets meine Absicht, das, was ich für Je-mand zu thun Willens bin, deutlich und bestimmt auszusprechcn, undl°H,t die Grenzen festzustellen, bis wohin auch Sie Ihre Hoffnungen,Wartungen und Wünsche, zu welchen Sie Ihre Stellung bei mir^"hl einigermaßen berechtigt, ausdehnen können. Drum hören Sie gc-auf das, was ich Ihnen jetzt sage:

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> Ich werde jeden Monat wegen Ihrer Wiederanstellung in der Ar-an den General von Witzleben schreiben, und demselben die Gründe^nandersetzen, welche mich bestimmen, ein besonderes Interesse für Sie

^ Nehmen. Heute nun soll der erste dieser Briefe nach Berlin abgcsen-^ werden, und ich habe Sie nur deshalb rufen lassen, um, wie es meinSchatz Sie jedesmal genau von dem Inhalt meines Schreibens zuErrichten, so wie auch die erfolgte Antwort im Original mitzutheilen."Nachdem mir der Fcldmarschall seinen eigenhändigen Brief, welcherVerwendung für meine Anstellung in seinem Generalstabc enthielt,^Seichn, endete derselbe ungefähr auf diese Weise unser l^Atigcs Ge-^ indem er mir die Versicherung gab, die mir, wie natürlich, aus