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2 (1847) Fünfzehn Friedensjahre. Aufenthalt in Russland, Rückkehr 1830. Feldmarschall Graf Gneisenau und General der Infanterie von Grolman. Die Citadelle von Antwerpen vom October 1830 bis Ende 1832. Aufenthalt in Holland / von Wilhelm von Rahden
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habe. Der General hat darauf immer abschläglich beschiedcn. Daaber nicht ermüdet bin, in Ihrem Interesse zu handeln; so hat mirheute General von Witzleben, wie Sie gehört haben, nur unter einerb'dzigen Bedingung Ihre spätere definitive Anstellung in der Armee zuge-Wenn nun General von Witzlebcn meint, der Weg dazu führe nur^kr Glogau, wo Sie Recruten ererciren sollen, so cntgcgne ich, Ihr8 eldinar schall, daß ich einen viel bessern und passendem Weg für Sie^nne. Ich sage und befehle Ihnen also, daß Sie bei der Division desGenerals Grolman das Commando einer vacantcn Landwehr-Com-^gnie zu übernehmen haben, das volle Capitainsgehalt beziehen, und^ lange in der genannten Stellung verbleiben werden, bis ich Sie^derum in mein Hauptquartier berufe.

Mit dieser Entscheidung sind Sie nunmehr von mir entlassen; Sie^"den morgen nach Krotoschin abgehen, sich beim General Grolman^lden, demselben diesen Brief von mir einhändigen und daselbst so^"ge ruhig ausdauern, bis ich Sie wiederum zu mir nehme."

Der Feldmarschall reichte mir seine Rechte zum Abschiede ich er-^hte sie, bog mich tief auf dieselbe herab und wenn ich nicht be-achtet hätte, etwas gegen den Wunsch des Feldherrn zu thun so^lirde ich solche mit glühendem Dankgefühl an mein Herz und meine^ppcn gedrückt haben.

, Aus einem Schreiben des Majors Grafen August von Gneisenau,besten Sohn unsers verewigten Feldmarschalls, entnehmen wir folgenden^lhentischxu Bericht über den plötzlichen Tod dieses großen Mannes:

"Am 22sten August 1831 hatten wir, wie gewöhnlich, am Tische""unes Vaters in Posen gcspcisct, und nach dem Essen war ich zu mei-Freunde, Herrn von Treskow, nach Radcjewo geritten, von wo ichbmds io Uhr zurückkehrte. Zu dieser Zeit sah ich meinen Vater noch^ ^Mem Arbeitstische sitzen. Ich legte mich zu Bett, ward aber um^hr in der Nacht geweckt mit der Nachricht, daß mein Vater plötzlich^ geworden sei, indem man ihn vor seinem Bett auf der Erde lie-^ gefunden habe. Als ich nach seinem Zimmer eilte, fand ich da-" schon den General von Clausewitz, meinen Vater aber bei vollem