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Bewußtsein, nur etwas ungehalten darüber, daß man uns herbeigeholthatte. Die von Zeit zu Zeit sich einstellenden Symptome, besonders dieäußerst schmerzhaften Wadenkrämpfe, ließen indeß über die Art der Kraß-heit sehr bald keinen Zweifel übrig. Mein Vater schien sich dessen de-wußt, indem er äußerte, man werde die Cholera am Ende noch die Feld-marschallskrankhcit nennen, mit Hinblick auf Dicbitsch. Gegen 9 llhrMorgens stellte sich ein Nervenschlag ein, dessen mehrfachen Wiederho-lungen meinem Vater nach und nach das Bewußtsein raubten, bis eram 23sten August Abends 11 Uhr sanft entschlummerte. In denterimistischen Werken Posens ward sofort eine Gruft erbaut, in welcheer vorläufig beigesetzt wurde. Ende 1832 wurde die Wcgräumung dßser Festungswerke nothwendig; ich ließ nun die Leiche meines Vatcßholen und brachte sie einstweilen in eine Gruft der Kirche zudorf, einem mir gehörigen Patronat, unter, bis sie am 18ten 3">r>1841 mit großer Feierlichkeit im Beisein Sr. Majestät des Königs ßder in Verbindung mit dem auf Kosten der Armee in Sommcrsched-bürg errichteten Monumente erbauten Familiengruft beigesetzt ward."
Wenige Wochen nach dem Tode des Fcldmarschalls entriß uns d>eböse Cholera auch den General Carl von Clauscwitz; aber sein Andc^ken waltet und lebt fort. „ Die militairischen Briefe eines Verstorbene»geben, wenn auch leider in langen Zwischcnräumcn, unter seines Naw^Schild die glänzendsten Lichtbilder in genialer Geistesfrische und gßd^Lehren im Gewände eines crstauncnswlirdigen geschichtlichenFast ist man versucht zu glauben, daß solche reiche Schätze nur ^Olymp zu finden wären.
Der Hauptmann von Pirch, ein ausgezeichneter GencralstabsoMebstarb ebenfalls bald darauf an den Folgen eines unglücklichen St»^mit dem Pferde.
Von dem damaligen Hauptquartiere leben noch: von O'EtzelChlebus als Generale; von Brandt als Oberst und Chef des Generastabes; Major Graf August von Gnciscnau auf seinen Gütern; die d>e'Osfieiere des reitenden Feldjägercorps, Teichclmann, von Neitzenstci"Richter I., als höhere Forstbeamte, und endlich ich als Verfasser die c„ Wanderungen