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2 (1847) Fünfzehn Friedensjahre. Aufenthalt in Russland, Rückkehr 1830. Feldmarschall Graf Gneisenau und General der Infanterie von Grolman. Die Citadelle von Antwerpen vom October 1830 bis Ende 1832. Aufenthalt in Holland / von Wilhelm von Rahden
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Der General der Infanterie Carl Wilhelm von Grolman,

geboren in Berlin den Losten Juli 1777,gestorben in Posen den löte» September 1843.

"^rvlman, zwanzig Jahre jünger als Gnciscnau, galt mit Recht für^en gelehrtesten, erfahrensten und kühnsten Soldaten des preußi-Heeres; er ist von Vielen der Bedeutendste genannt worden, wie^iseiiau der Hochherzigste. Eine hohe, stattlich mächtig geschaffene""dergestalt mit ernstem, offenem, ruhigem Visir. Dieser stand in der^ßern Erscheinung geschloffen und still da, eine in sich vollendete Na-- "inner hell, ruhig, besonnen, Jedem freundlich, aber nichts von dembwcglichcn, Ueberfliegcnden, was Gneiscnau auszeichnete, nichts von^ leicht in Andere Uebcrgehcnden; er stand da wie ein aus Erz gc-^Illnes Standbild, aber mit Kühnheit und Befehl im Blick. GeschwindWort und Gedanken, geschwindest von Beschluß und That, war er^ so bescheiden als Gneiscnau. Schwerere Kürze in Gedanken undächtere Klarheit in Worten wird man selten finden. Ich habe Niebuhr^">al gesehm, wie er in einer kleinen Gesellschaft Grolman Spanischesflocken suchte, und wie er bewundernd an des Erzählenden Lippen3' und in späteren Jahren habe ich eigentlich keinen einzigen der be-sten FM^mn ^ Tages von ihm preisen gehört als eben diesen;

müsse man zum Thucydidcs, Polybius, LiviuS und Cäsar alsW"- und Schlachten-Ausleger stets mit sich führen."

(Aus des alten Ernst Moritz Arndt's letzten Schriften.)

. ll'ffcrs Grolman's Vater bekleidete in Berlin den hohen Staatspo-" als Präsident des geheimen Ober-Tribunals, der Ruhm höchster^lschaffenhcit und strengster Pflichttreue war jedoch sein schönster Titel,änlichen Hause und in der damaligen Realschule, jetzt Fric-Wilhelms-Gymnasium, erhielt unser Carl Wilhelm seine erste Bil-

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Wundermigc» II.

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