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Asche Dienste, wo er als Major eines Jäger-Bataillons wegen seinervorzüglichen Brauchbarkeit zu dem Gcneralstab des Generals Kienmaperronnnandirt wurde.
Nach dem Wiener Friedensschluß verließ unser Kriegsheld auch dieösterreichischen Fahnen; dort war nichts mehr für ihn zu thun. „Eine^nge Zeit der Unthätigkeit und Demüthigung schien bevorzustehen. Grol-">an aber fühlte sich nicht gemacht, an der Maschine bauen zu helfen,v>it welcher man einst das gestrandete Schiff, dessen großen Leck mankaum nothdürftig zu stopfen vermochte, wieder flott zu machen hoffte.^ konnte es nicht über sich gewinnen, inzwischen als Soldat die Fran-öosen wie Freunde und Kameraden zu begrüßen, oder als Bürger in^'ucm Hause zu verpflegen. Seine Seele war auf offene Feindschaft^richtet, auf Krieg und Schlacht."
Grolman eilte mit seinem treuen Waffenbruder Leo von Lützow durch^bl'Iiii, und schiffte sich zu Colbcrg auf einem kleinen Fahrzeuge ein;beide kräftige Heldenmänncr übergaben sich muthig den Wellen, der hof-stude Blick in die Zukunft, ihr Wollen und Sehnen saß am Steuer-nder. So kamen sie glücklich nach Schweden, von da nach England.
gesellte sich Graf Dohna, jetzt Commandirendcr in Preußen, der^Ntc in so würdigem Bunde, zu ihnen.
Grolman lernte mit Eifer die englische Sprache, studirte deren Litcra-Nr und las ihre Dichter. Der alte Barde Ossian wurde sein steter Bcglci-kN' seine Gesänge fanden das Echo in Grolman's Heldenbrust, und mit^sstan in der Seele schiffte er sich hinüber in's Land der Hcsperidcn.
Die Freunde landeten in Cadir; Grolman, der Aeltere unter ihnen, er-'bst sehr bald die Anstellung als Major, und mußte eine Fremdenlegion^ Deutschen des Rheinbundes, die in großer Zahl in Gefangenschaft ge-*'"hen, ausbilden. Diese führte er in's Feld, und nahm Theil an Gefcch-^ und Schlachten, wobei er sehr bald Gelegenheit fand, sich namentlichAlbuhcra durch ausgezeichnete persönliche Tapferkeit hervorzuthun,^lir wurde Grolman Oberstlieutenant, und erhielt das Ehrcnkreuz.Huser braver Landsmann hatte aber das Unglück, nach der Bela-^ug von Valencia vcrräthcrischcr Weise in französische GefangenschaftAgathen. Hören wir den kurzen Hergang.
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