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2 (1847) Fünfzehn Friedensjahre. Aufenthalt in Russland, Rückkehr 1830. Feldmarschall Graf Gneisenau und General der Infanterie von Grolman. Die Citadelle von Antwerpen vom October 1830 bis Ende 1832. Aufenthalt in Holland / von Wilhelm von Rahden
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383
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Es würde den Schlußstein zu meiner Darstellung von des Gene-sis von Grolman thatenreichcm Leben das wie in einem vollen,ästigen Guß des edelsten Metalls uns in die Augen fällt zu weit^»ausrücken, wenn ich hier nicht die Scenen aus dem Wirken, Han-

deln

und Denken in den letzten zehn Lebensjahren des unvergeßlichen

Mannes wenn auch sntioipgncko folgen ließe.

Nach der großen Königlichen Uebung 1835 wurde der Gcncral-I'eutenant von Grolman unterm 9tcn September zum wirklichen com-'"andirendcn General und Chef des 6ten Infanterie-Regiments, den^Osten März 1837 zum General der Infanterie ernannt; am 18ten Ja-""ar 1839 erhielt er den schwarzen Adler-Orden, denselben, den auchVater getragen; am 3ten April 1843 feierte sein Armeecorps den^8, wo er vor 50 Jahren dem Staate seinen Diensteid leistete, undErinnerung desselben ertheilte ihm der König die Jnsignien des schwar-^ Adler-Ordens in Brillanten.

Unser Grolman hatte so die höchsten militairischen und Krieger-Hrcn errungen; auch nannte ihn die allgemeine Stimme als der Preu-^ Heerführer, wenn der König zu den Waffen gerufen hätte, und seineinfacher NameGrolman" galt als Devise, wenn das Größ-te und Hochherzige eines unvergleichlich kräftigen Mannes- und Sol-ltenbezeichnet werden sollte.

Don seinem Monarchen, von fremden Herrschern auf's höchste be-

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und geehrt, von der Armee beinahe vergöttert, und in aufrichtig- >

Liebe und Achtung gefeiert von Allen, die ihn, den seltenen Mann,Helden, den Menschen gekannt und verehrt haben, wie nie einen

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äderen vor ihm; in seiner Familie wie der beste Vater liebend undbliebt Alles konnte ihm nicht das Leben fristen, das schon seit^ren im Innersten gebrochen war.

Das Unglück des Vaterlandes bis 1813, ein höchst bewegtes Krie-Sttlchcn, schwere Prüfungen, die ihm in dem Verluste zweier erwach-blühenden Töchter und mehrerer Kinder im zarten Alter auferlegt

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en, und warum wollen wir es nicht sagen die Gcmächlich-und oft die gar kleinlichen Friedensbezichungen seines Standes,

^ nun einmal solche Helden-Charaktere nicht geschaffen sind, hatten