1833 und 1834.Aufenthalt in Holland.
^1-eine Verwundung vom Gefecht bei Doel heilte sehr langsam. Siehatte einen bösartigen Charakter angenommen, da ich, wie wir ge-sehen, die ersten 48 Stunden nach dem Gefechte, unberücksichtigt derSchmerzen, in fortwährender körperlicher Bewegung und geistiger Auf-regung geblieben war, und wie natürlich, den leidenden Fuß sehr erhitzthatte; es schwoll derselbe gewaltig und wurde fast schwarz und hart wieein Stein. Vom Gebrauch desselben war gar nicht mehr die Rede, undbeinahe vier Wochen mußte ich die Stube hüten. Glücklicher Weise be-fand sich im Fort Lillo, wohin ich in's Hospital gebracht worden, einsehr geschickter Arzt, ein Badenser, Dr. Buchmüller, welcher nach einemMehrjährigen Aufenthalt in Nordamerika, vermuthlich von seinen jugend-lichen Freiheitsideen etwas abgekühlt, nach dem heimathlichen WeltthcilZurückgekehrt war. Wenige Monate vor der Belagerung der CitadelleWar er in Holland gelandet. Die kriegerischen Angelegenheiten daselbstbestimmten denselben in Militärdienste zu treten; als ein erfahrenerArzt wurde er sogleich in Thätigkeit gesetzt und in Lillo und Liefkens-hvek angestellt.
Ich nannte dies vorhin ein wahres Glück für mich, da ohne diesorgliche Behandlung des theilnehmenden Deutschen ich gar leicht mei-nen Fuß hätte verlieren können.
Und so wäre mir denn mein Enthusiasmus bald sehr theuer zu ste-hen gekommen.
Die Schiffe der Scheide-Flottille waren schon seit mehreren Wochen'n die Winterstation nach Vliessingen zurückgekehrt. Nur einige Kano-
Rahden, Wanderungen II. 39