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Lehrbuch der Kriegsbaukunst : zum Behuf der Vorlesungen in Kriegs- und Ingenieur-Schulen / von J.G. v. Hoyer
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treffenden zu den fehlenden Schüssen wie 3 zu 2 ver-halten. Sobald endlich die Schußweite weniger als3 oo Schritt ist, in welchem Falle man bei dem Rich-ten einen Vergleichungskegel vorn auf den Kopf /Ader Kanone setzet, werden die Unterschiede der Schuß- -Weiten so unbedeutend, baß man bei sorgfältiger Rich-tung und auf Bettungen stehendem Geschütz auf einunfehlbares Treffen rechnen kann.

Mit den Kanonen unterscheiden die Artilleristen r) den Kern»

»«»schuß, der mit vLilig horizontal gerichteter Seele, oder -

Unter 0° geschiehet; 2) den Distrschuß. wo über Metallgerichtet wird. und gewöhnlich «ine Elevativn des Rohres von 'z bis Statt findet; 3) den Bogenschuß, sie geschehenunter höheren Elevationen, die jedoch, der Beschaffenheit derLasteten nach, nicht über 15° betragen können; 4) der Oe»pressions- oder Plongirschuß wird unter die Horizon-tale gerichtet. Er gehet nie über Z bis 5°; eine tiefere Sen-kung der Mündung d«§ Rohres würde dasselbe durch denRückstoß aus den Zapfenlagern werfen- 5) Der RikoschLttoder Schleuderschuß ist eine Untergattung deS Bogenschuß ' ? I,hse«, und geschiehet immer mit schwächeren Ladungen; bedientman sich aber der gewöhnlichen Ladungen auf groß« Entfer« 'nungen. bei einem nur geringen Erhöhungswinkel von i bis3 Graden, wo die Kugel am Ende ihrer Bahn mit flachenAufschlägen weiter geht, so entstehen 6) Rollschüsse.

Mit 4 Kugrlschwere kann man die Schußweiten ohngefährfetzen:

0« 4° 35°

24 Pfänder 400 Schr- 800 Schr. igoo Schr. 4000 Schr-

rspsünder ZLo 800 1700 Z800 ^s' L

6pfünder 32o 70» aävo Z3o->

§- ä- Die Haubitzen thun gewöhnlich nur Bogen, Haubitze»,ober Rollschüsse in horizontaler Richtung. In der spä-tern Zeit hat man jedoch angefangen, große Granatenin Erdbrustwehren horizontal zu schießen, um durchdas Springen derselben die letztem zu zerstören. Wennihre Lasteten einen Erhöhungswinkel von so» zulassen,