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Lehrbuch der Kriegsbaukunst : zum Behuf der Vorlesungen in Kriegs- und Ingenieur-Schulen / von J.G. v. Hoyer
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258
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ben, sondern bald trocken, bald naß sind; R aber aufsolches Stcimverk, das immer mit Wasser bedeckt ist.

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247. Der Gyps, ein vitriolsanrer Kalk, zerfälltdurch 'das Brennen in einem Ofen zu einem feinenMehl, das mit klarem Wasser vermischt, wie der ge-meine Kalk, als Mörtel, jedoch ohne Zusatz von Sandverbraucht wird. Da er sich in der Nasse nicht hält,sondern seine bindende Kraft verlieret, kann er nurallein da mit Nutzen angewendet werden, wo .dasMaucrwerk völlig trocken stehet, denn hier gewähret erden Vortheil: daß er fast augenblicklich erhärtet unddas Steinwerk in höchstens iZ Minuten bindet. Umihn bequemer bearbeiten zu können, wird er mit etwaH Kalkmörtel vermischt; es fehlet aber an genügendenErfahrungen: ob durch diese Zusammensetzung die Festig-keit und Dauer des Gebäudes nicht verringert wird?

248. Unkcr den deutschen Waldbäumcn, die sichüberhaupt in 2 Gattungen theilen, je nachdem sieBlätter oder grüne Nadeln tragen, stehet die Eiche,wegen ihrer Allgemeinheit und vielfachen Brauchbarkeitoben an. Sie hat zwei Untergattungen: die Trau.ben- oder Steineiche (quercus robur) und dieStieleiche (quercus laamina) von den die erstere«in härteres und festeres Holz hat, als die andere.Beide wachsen nur langsam empor, daß wohl 200Jahr nöthig sind, ehe sie ihre völlige Größe bekommen.Man gebrauchet dieses Holz am häufigsten zum Schiff-bau, zu Grundpfählen, Schwellen, Thürflügeln rc. beidem Wasserbau, auch bisweilen und da, wo es anWintergrünen oder Nadelhölzern fehlet, auch zu denSchwellen, Riegeln und Stielen der Gebäude, zuden Brücken, Thorflügel und Gatterthoren der Fe-stungen rc.