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Lehrbuch der Kriegsbaukunst : zum Behuf der Vorlesungen in Kriegs- und Ingenieur-Schulen / von J.G. v. Hoyer
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281
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« worden. Die zu befestigende Stadt aber hat entwederMauern und Thürme nach der alten Art, oder sie istganz offen, oder es ist endlich schon eine Festnng mitWall und Graben, die durch Veränderung der altenoder durch Anbringung neuer Werke verstärkt wer?den soll,

Um einen Ort zu befestigen, dessen starke und von" Thürmen bcstrichcne Mauern eine wirksame Bestrei-

" chung gewähren; ist es am vorthcilhaftesten: die feste

so Stadtmauer als eine retirirte Festung zu behandeln,

h- die mit einem tenaillenförmigcn Mantel, oder mit de-

b- taschirtcn Bollwerken und Ravclinen umschlossen wird.

m Da es zugleich in einer solchen Stadt gewöhnlich an

bombenfesten Behältnissen zu Aufbewahrung des Pul-^ vers und der übrigen Vorräthe fehlet; müssen diese

Behältnisse durch Bedeckung gut gemauerter Gebäudemit Balken nnd Erde, oder wenn gewölbte Keller vor-er Handen sind, durch Bedeckung derselben mit Mist und

n, Erde hervorgebracht werden. Gewähren diese Thürme

c- eine niedere Bestreichung; muß diese durch vorgelegte

r« glacisförmige Brustwehren geschützt werden, damit die

e- Schießscharten nicht von den feindlichen Contrebatterien

rd getroffen und beschädiget werden können. Die gewöhn-

es lich langen Seiten solcher Orte scheinen zwar ihre Be-

festigung zu erschweren; sobald man jedoch sich auf>ie einen zangcnförmigcn Mantel beschränkt, werden die

>t- aus - und eingehenden Winkel desselben sich nach H. 266.

M leicht bestimmen lassen, Ganz besonders ist hier das

zu Ende jenes §. angegebene Verfahren anw r>bar.ii- 26g, Bei der Umschaffung ganz offener Orte in

Festungen ist man noch weniger an ihre Form gebun-nd den, als bei den mit Mauern umschlossenen Städten,Hier kann man den Umriß vor oder zurück legen, jeje- nachdem es das Terrain gebietet, und man cs der bes-igt fern Vertheidigung angemessen erachtet. Die hier viel-

Sine gan,

offene

(Ltadt.